Artikelarbeit umfasst im historia Germaniae – Deutsche-Geschichte-Wiki, infolge nur noch Wiki genannt, die Lemmawahl (Artikelsuche), die Rechtschreibung inklusive Grammatik und die Artikelstruktur.

Weitere wichtige Themenbereiche sind die Artikelerstelung, Verlinkung und die Verwendung von Sonderzeichen sowie von Klammern, die Angaben von Daten und die Handhabung substantivierter Adjektive und Attribute in Namensbestandteilen sowie Stubs. Aber auch die Bebilderung der Artikel fällt unter Artikelarbeit.

Darüber hinaus wird auf dieser Seite erklärt, was beachtet werden muss, wenn ein Artikel über einen moderne oder historische Staaten erstellen will.

Inhaltsverzeichnis

Artikelsuche

Du möchtest einen Artikel erstellen?

Dann stelle zunächst einmal zwei Dinge sicher: Weist das Lemma für dieses Wiki die gewünschte Relevanz auf und ist Dein Themenbereich nicht bereits unter einem anderen Namen erstellt worden? Sollte Letzteres eintreffen, dann leite Dein Lemma auf das bereits Bestehende weiter!

Wurde jedoch Dein Lemmawunsch von politischen Kräften als ideologisches Schlagwort und politischer Kampfbegriff gebraucht, dann erstelle Dein Lemma kurz und bündig. Denn der Hauptartikel stellt derjenige dar, dem Dein Lemma aus dem Kontext heraus betrachtet zugeordnet ist; sei es entweder als Attribut und/oder als allgemeines Adjektiv.

Rechtschreibung und Grammatik

Alle Artikel des Wikis müssen in einer einwandfreien deutschen Rechtschreibung verfasst sein, wie sie amtlich 2000 eingeführt wurden. Dass auch die Grammatik einwandfrei sein muss, versteht sich in diesem Zusammenhang von selbst.

Wer sich jedoch mit Rechtschreibung (Orthografie) und Grammatik schwertut, hat jedoch die Möglichkeit, seine Texte online überprüfen zu lassen. Hier sind vonseiten des Wikis folgende Links zu empfehlen, die recht gute Ergebnisse erzielen:

  1. onlinekorretor.de
  2. rechtschreibprüfung24.de
  3. LanguageTool.org

Das Wiki selbst bevorzugt bezüglich der Rechtschreibung die Empfehlungen des Dudens, zumal der interessierte Autor dort , so meint dieses Wiki, die allerbesten Ergebnisse erzielt.

Dennoch kann es sein, dass sich der ein oder andere orthografische Fehler einschleicht oder dass die Grammatik nicht stimmt. Dann sei mutig und berichtige diese!

Von der zwischen 1901 und 2000 geltenden Rechtschreibung, der sogenannten traditionellen Rechtschreibung, die bis dato von diesem Wiki toleriert wurde, ist abzusehen. Vielmehr können Vertreter traditionellen Rechtschreibung ihre Texte, bevor sie hier eingestellt werden, online überprüfen und berichtigen lassen. Die Links sind ja bereits aufgeführt worden.

Nun ist die deutsche Sprachgemeinschaft pluralistisch und weist in den D-A-CH-Staaten (und darüber hinaus) regionale Spielarten auf. Daher hat dieses Wiki für Autoren, die aus der Schweiz, Liechtenstein, Österreich und Luxemburg sowie aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft stammen und die in diesem Wiki in ihrem Duktus verfassten Wissen beitragen wollen, nachfolgende Vorlagen erstellt, die in den Artikeln eingepflegt werden können und so nachfolgende Leser darauf hinweisen, dass die vom deutschländischen Deutsch abweichenden Schreibungen keine Fehler, sondern sprachliche Eigenarten des Deutschen sind, die regional begründet sind.

Die Vorlagen:

  1. {{Schweiz/Liechtenstein}}
  2. {{Österreich/Südtirol}}
  3. {{Luxemburg}},
  4. {{Deutschsprachige Gemeinschaft}}

Jetzt besteht in diesem Wiki die Möglichkeit, dass auch historische Texte eingestellt werden können, die aufgrund ihres Alters als gemeinfrei gelten. Diese sind natürlich nicht durch die moderne Rechtschreibung zu verfälschen, sondern so einzustellen, wie sie verfasst wurden. Daher hat dieses Wiki auch eine entsprechende Vorlage erstellt: {{Traditionelle Orthografie}}

Struktur

In diesem Wiki sollen alle Artikel über eine einheitliche Struktur, also über einen Artikelaufbau, verfügen, welche lexikalischen Traditionen folgt. Damit ist eine Einheitlichkeit der hier erstellten Artikel im enzyklopädischen Stil gewährleistet.

Daher werden zu allen Themenbereichen diesbezüglich Vorlagen zur Verfügung gestellt, die den Bereich Sprache, Länder, Puplikation, Militär und das traurige Kapitel KZ-Wesen abdeckt und denen die gewünschte Artikelstruktur beigefügt ist. Das Gleiche gilt auch für die Vorlage Person.

Die dort vorgegebenen Artikelstrukturen können dem Thema angepasst leicht variiert werden, ohne jedoch die gewünscht Strukturform wesentlich zu verändern.

Lemma (Artikelname)

Das behandelte Lemma muss als Artikelanfang stets im Fettsatz stehen, damit der Leser auf einem Blick erfasst, um wen oder was es sich im Artikel handelt. Geläufige Synonyme (bis maximal zwei Stück) können in der Einleitung kursiv angeführt werden. Weitere Entsprechungen sind dann im Artikelabschnitt „Synonyme“ aufgeführt.

In der Einleitung wird der eigentliche Artikelinhalt kurz skizziert und mit dem dazugehörigen Beiwort, das ebenfalls kursiv gesetzt ist, abgeschlossen. Wie dieses auszusehen hat, werden die unten aufgeführten Beispiele aufzeigen.

Bei Lemmata, die fremdsprachigen oder ausländischen Ursprungs sind, ist deren Aussprache in der Lautschrift IPA beizufügen. Bei Lemmata hochdeutschsprachigen Ursprungs erübrigt sich dieses; nützlich ist jedoch die Ausspracheanzeige über IPA, wenn es sich um weniger geläufige Lemmata aus dem Bereich deutsche Dialekte usw. handeln.

Beispiele:

Deutschland (Dtschld., Dtld.), Teutschland (obsolet), deutscher Volksboden, Substantiv, Neutrum, Toponym. Bezeichnung einer europäischen Großlandschaft, die weder sprachlich noch politisch feste Grenzen besitzt, Beiwort ist deutsch.

Leeuwarden :[ˈleːu̯vaʁdn̩], Ljouwert (fries.), Substantiv, Neutrum, Toponym. Name der Provinzhauptstadt und Verwaltungssitz der niederländischen Provinz Friesland.

deutschnational, deutsch-national, Adjektiv, Attribut, Neutrum.

Lemma ist mehrdeutig

Lemmata müssen in diesem Wiki eindeutig sein. Bei möglicher Mehrdeutigkeit werden diese ausgeklammert und um eindeutige Zusätze erweitert.

Existieren jedoch deutschsprachige Begriffe, die synonym für das gewünschte Lemma im Umlauf sind, dann ist diesen in diesem Wiki den Vorzug zu geben, da sie erstens eindeutig sind und zweitens eine Ausklammerung überflüssig machen.

Einleitung, Beschreibung des Artikelgegenstandes

Im Gegensatz zur Wikipedia ist dieses Wiki bestrebt, seine Artikel strikt enzyklopädisch zu erstellen. Das heißt, jeder Artikel beginnt mit der Nennung des Lemmas, dann folgt die Begriffsbestimmung. Das bedeutet, es wird angeführt, ob das Lemma ein Substantiv (Hauptwort), ein Attribut oder ein Adjektiv (Beiwort) ist. Darüber hinaus ist auch das Genus (Wortgeschlecht: Femininum, Maskulinum, Neutrum) beizufügen. Falls es sich um ein Toponym (Landschaftsname, Staatsname, Städtename usw.) handelt, dann ist dieses ebenfalls anzugeben. Desgleichen ob es sich hierbei um einen Eigennamen, Oberbegriff oder Sammelnamen handelt: Deutschland, Substantiv, Neutrum, Toponym.

Bei fremdsprachigen Lemmata ist – soweit wie möglich – auch eine Aussprachehilfe in Form von IPA beizufügen. Dabei ist es im Bezug auf die Schreibung in IPA maßgeblich, ob das entsprechende Wort auch im Wiktionary geführt wird. Wird es und ist dort eine IPA-Schreibung angegeben, dann ist diese zu verwenden. Alternativ kann auch die Lautschrift des Dudens verwendet werden, die auch in IPA dargestellt ist.

Bei sozial-politischen Bewegungen usw. wird ebenfalls mit der Nennung des Artikelgegenstandes begonnen: Völkische Bewegung, Eigenname, Sammelname diverser nationalistischer Parteien und Vereine, die sich zum Teil zum Rassenantisemitismus bekannten.

Begriffsklärung

Mehrdeutige Lemmata sind grundsätzlich als Begriffsklärungsseiten anzulegen. Ausnahmen davon bilden jedoch Staatsnamen und Parteibezeichnungen wie Deutschland, Deutsches Reich oder Deutsche Reichspartei, die im deutschen Sprachgebrauch dermaßen geläufig sind, dass eine Ausklammerung die fließende Artikelarbeit beschwert. Daher werden diese als Hauptlemma geführt. Namensvorläufer von Parteien sind jedoch auszuklammern und gegebenenfalls auf einen Unterabschnitt der Nachfolgepartei weiterzuleiten, wenn sich zumindest ein Stub, ein Miniartikel nicht realisieren lässt.

Beispiele:

Deutsches Reich (Begriffsklärung), Deutschland (Begriffsklärung) und Deutsche Reichspartei (1871–1918) → Freikonservative Partei#1871–1918

Listen

Listen sind in diesem Wiki nur in einem gewissen Maß zulässig, da diese lediglich als Übersichtsseiten auf inhaltsähnliche Lemmata wie Weltkulturerben in bestimmten Staaten, Schiffsbaureihen wie der „Deutschland“ oder revolutionärer Ereignisse, die sich in bestimmten Ländern ereignet haben, dienen.

Stellt es sich heraus, dass sich beispielsweise mehrere gleichlautende Schiffsbaureihen ergeben, die in diesem Wiki beschrieben werden sollen, dann sind die Artikelnamen mit den betreffenden Produktionsjahren auszuklammern.

Sonderzeichen

Sonderzeichen werden in diesem Wiki nur verwendet, wenn Begriffe aus einer Fremdsprache übernommen werden, für die es keine deutsche Schreibung existiert bzw. Sonderzeichen gelten nicht als solche, wenn das Wort trotz seiner nichtdeutschen Herkunft nicht mehr als Fremdwort (Façon) empfunden wird.

Zur Verwendung von Sonderzeichen bei Personen- oder Landschaftsnamen schaue der Autor bei den Namenskonventionen nach.

In Bezug niederländischer Namen, Orte und Begriffe wir die niederländische Ligatur (Verbundzeichen) IJ ij nach deutschem Sprachgebrauch mit den Einzelzeichen <Ij ij> dargestellt.

Verwendung von Klammern

Im Schriftdeutschen sind Klammern zulässig. Doch existieren derer in mehreren Abarten: Wann schreibt man sie rund, wann schreibt man sie eckig?

Hier folgt dieses Wiki den Schreibregeln des Duden.

Verwendung von Tilden (~)

Tilden können vor allem in den Artikeleinleitungen verwendet werden, wo sie entsprechende vorhergehende Wörter ergänzen. Darüber geben sie vor der Pluralendung <~(e)n> die Singularform an: Sprache sg., ~en pl.

Eine weitere Anwendungsmöglichkeit von Tilden besteht darin, sie im sprachwissenschaftlichen Sinn zu verwenden, wo dieses Zeichen dann mit der Bedeutung „entspricht“ belegt ist: ahd. diutisc ~ nhd. deutsch.

Zahlen

Dieser Abschnitt erklärt die Verwendung von Zahlen, wie sie in diesem Wiki üblich ist.

Im Fließtext werden Zahlen entweder ausgeschrieben (eintausend) oder in Ziffern dargestellt. Bei Letzteren werden alle Ziffern ab Zehntausend aufwärts gesperrt dargestellt (10 000), bei Zahlen bis Zehntausend nicht (9999). In Tabellen jedoch werden auch Zahlen unter dem Zehntausenderbereich gesperrt dargestellt (9 999), um eine möglichst grafisch korrekte Auflösung zu gewährleisten.

Schweizer und Liechtensteiner können ihr landestypisches Zahlensystem (1'000) verwenden, da ihre Artikel als „schweizbezogen“ gekennzeichnet sind.

Monatsnamen

In diesem Wiki ist es üblich, die von den Römern herleitenden Monatsnamen (Januar, Februar usw.) zu verwenden. Die Verwendung germanischer Monatsnamen (Hartung/Eismond ~ Januar, Hornung/Thaumond ~ Februar usw.) ist in diesem Wiki unerwünscht.

Österreicher dürfen den Januar landestypisch auch als Jänner bezeichnen, da ihre Artikel als „österreichbezogen“ gekennzeichnet sind.

Abkürzungen

Dieses Wiki erlaubt durchaus im Fließtext gängige Abkürzungen, solange diese nicht die allgemeine Lesbarkeit beeinträchtigen. Voraussetzung ist, dass die betreffende Abkürzung bei ihrer ersten Verwendung auf die entsprechende Vollform (Artikelname/Lemma (Artikelname)) verlinkt wird, damit sich eine nachträgliche Erklärung erübrigt. Dort sollte die Abkürzung in der Einleitung dem entsprechenden Begriff ausgeklammert beigefügt sein: BR Dtschld. → Bundesrepublik Deutschland (BR Dtschld., BRD)

Namenschreibung

Personennamen

Bei mehrdeutigen Personennamen sind das Geburts- und das Todesjahr auszuklammern, wenn in diesem Wiki mehrere Personen gleichen Namens existieren. Im Fall, dass diese Personen zudem über das gleiche Geburts- und Todesjahr verfügen, dann ist zusätzlich der ausgeübte Beruf zusätzlich anzuführen: Müller, Otto (1885–1945, Rechtsanwalt)

In der Einleitung werden Familienname und Vorname in fett, in der weiteren Artikelarbeit dann kursiv gesetzt.

Personennamen nichtdeutscher Herkunft

Personennamen nichtdeutscher Herkunft werden in diesem Wiki nach dem deutschen Sprachgebrauch angelegt, derweil die Namensgebung in der Originalschreibweise mit der entsprechenden Ursprungssprache verlinkt wird. Mögliche Namensvarianten sind in der Einleitung kursiv anzuführen und auf den Hauptartikel weiterzuleiten.

Abweichend von der in der Sprachwissenschaft üblichen Praxis, fremdsprachige Namen inklusive der Substantive kleinzuschreiben, unterliegen Personennamen der üblichen Großschreibung: Stalin, Josef Wissarionowitsch ([[Russisch|Сталин, Иосиф Виссарионович]]), Stalin, Iosif Vissarionovič

Landschaftsnamen

Geografische Namen (Landschaftsbezeichnungen, Toponyme) sind gemäß dem deutschsprachigen Sprachgebrauch anzulegen. Regionen, die sich auf mehrere Staaten verteilen, ist der jeweilige Staatsname auszuklammern.

Existieren jedoch eindeutige Synonyme, die eine Eindeutigkeit des Lemmas garantieren, sind diese dem ausgeklammerten Lemma vorzuziehen.

Bei deutschen Landschaftsnamen, bei denen auch fremdsprachige Bezeichnungen existieren, ist es üblich, diese analog zu Personennamen kursiv mit der entsprechenden Sprache zu verlinken. Hier folgt dieses Wiki der in der Fachliteratur üblichen Praxis, Fremdbezeichnungen einer Großschreibung zu unterziehen: Deutschland, [[Englisch|Germany]], [[Spanisch|Alemania]], [[Französisch|Allemagne]]

Gliedstaaten, Provinzen

Gliedstaaten (Partikularstaaten) und Provinzen von Staaten, die infolge ihrer Geschichte zwischen mehren Staaten aufgeteilt wurden und/oder deren Namen auch auf andere Gebietsteile übertragen wurden, sind analog der niedergelegten Vorgabe des obigen Abschnitts anzulegen.

Umgangssprachliche Bezeichnungen wie Belgisch-Limburg und Niederländisch-Limburg bzw. Flämisch-Limburg und Holländisch-Limburg sind auf die jeweiligen Lemmata weiterzuleiten: Belgisch-Limburg und Flämisch-Limburg → Provinz Limburg (Belgien), Niederländisch-Limburg und Holländisch-Limburg → Provinz Limburg (Niederlande).

Angabe von Daten

Im Gegensatz zur Wikipedia folgt dieses Wiki bezüglich der Angaben von Daten den in den gedruckten Lexika üblichen Praxis. Im Fließtext der Artikel können jedoch der Beginn und das Ende eines Ereignisses mit alleinstehenden Daten angeführt werden, die mit den Bindewörtern von und bis verknüpft werden: Mustermann herrschte von 1880 bis 1890 diktatorisch in Musterhausen.

Die Dauer eines Ergebnisses wird in diesem Wiki überwiegend durch einen Bindestrich oder einem mathematischen Geteiltzeichen verbundenen Jahreszahlen dargestellt. Dabei gilt, dass Daten eines Ereignisses, das jahrhundertübergreifend ist, durch einen Bindestrich dargestellt werden: Mustermann herrschte 1790–1801 in Musterhausen.

Die Dauer eines Ereignisses, dass sich im selben Jahrhundert oder Jahrzehnt abspielt, werden ebenfalls mit einem Bindestrich dargestellt. Hier bestehen zwei Möglichkeiten: Mustermann wohnte während des großen Krieges 1803–5 in Musterhausen, wo er auch 1808–32 als Bürgermeister seiner Mitbürger fungierte. Oder alternativ: Mustermann wohnte während des großen Krieges 1803–1805 in Musterhausen, wo er auch 1808–1832 als Bürgermeister seiner Mitbürger fungierte.

Da beide Varianten in gedruckten Lexika verwendet werden, sind beide Möglichkeiten zulässig. Aber es ist dort die Tendenz festzustellen, dass es vor allem ab den 1990-er Jahren vermehrt zur Anwendung der zweiten Variante gekommen ist, sodass dieser in diesem Wiki der Vorzug gegeben wird.

Die Dauer eines Ergebnisses, das sich nur auf ein Jahr beschränkt, wird mit einem mathematischen Geteiltzeichen dargestellt: Mustermann war auch von der großen Rezession (1888/89) betroffen.

Handhabung substantivierter Adjektive und Attribute in Namensbestandsteilen

Adjektive und Attribute unterliegen, wie jeder wissen sollte, einer obligatorischen Kleinschreibung, da sie entweder eine Beschaffenheit oder eine Eigenschaft darstellen.

Aus diesem Kontext heraus ist es zu verstehen, dass im 15. und 19. Jahrhundert das Römisch-Deutsche Reich vielfach nur als „deutsches Reich“ tituliert wurde. Deutschland, wie es zwischen 1815 und 1866 bestand, wurde offiziell „deutscher Bund“ geschrieben.

Bei der Gründung des Deutschen Reiches wurde {deutsch-} jedoch offizieller Bestandteil des Staatsnamens, sodass es zu dessen Substantivierung kam. Gleichbedeutend wird auch die Bezeichnung Deutscher Bund heute als Eigenname verstanden und aus diesem Grund wird das Attribut deutsch groß geschrieben.

Unter römisch-katholischer Kirche versteht dieses Wiki irgendeine Kirche, die der römisch-katholischen Lehre folgt und unter griechisch-orthodoxer Kirche dementsprechend deren Gegenstück, die dem byzantinischen Ritus folgt. Diese Schreibungen erfolgen im Fließtext. Die entsprechenden Kirchen werden in diesem Wiki unter den Lemmata Römisch-Katholische Kirche und Griechisch-Orthodoxe Kirche geführt, da es sich hierbei ebenfalls um Eigennamen handelt.

Derweil in diesem Wiki durchaus von römisch-deutschen Kaisern und einem Römisch-Deutschen Kaiser gesprochen wird, gilt es zu bedenken, dass erstere Schreibung irgendeinen Kaiser des Römisch-Deutschen Reiches gemeint ist, ohne diesen namentlich zu erwähnen. Wird im Fließtext ein genauer Bezug auf diesen genommen, ob mit Namensführung oder nicht, dann ist hier die letztere Schreibung zu verwenden, da es sich hierbei um einen Titel handelt.

Wenn im Fließtext eines Wikiartikels von einer völkischen, deutschvölkischen oder antisemitischen Bewegung gesprochen wird, dann handelt es sich hierbei um irgendeine Bewegung, die sich selbst zu diesen Bewegungen rechnete. Spricht man diese Bewegungen gezielt an, dann werden auch hier die Attribute völkisch, deutschvölkisch und antisemitisch substantiviert und dementsprechend lauten dann die Schreibungen Völkische Bewegung, Deutschvölkische Bewegung und Antisemitische Bewegung. Desgleichen auch im Bereich der alternativen Bewegungen: Attribut wird weiterhin kleingeschriebenen, dann handelt es sich hierbei um irgendeine sozial-politische Bewegung, die sich der Hauptbewegung, der Alternativen Bewegung, zurechnet.

Verlinkung

Allgemein

Bei der Artikelarbeit, das heißt bei dessen Erstellung oder Bearbeitung, sollte darauf geachtet werden, dass ein Artikel möglichst sachgerecht mit anderen Artikeln verlinkt, das heißt verbunden wird. Hier gilt die Faustformel: Ein guter Artikel muss auch ohne Links lesbar, verständlich und informativ sein.

Der weiterführende Link sollte also nur dann verwendet werden, wenn entweder Fachbegriffe, artikelbezogene Persönlichkeiten und/oder Ereignisse sowie anderweitige Zusatzinformationen zum Artikelthema vorhanden sind.

In der Regel sollen aber keine Allgemeinbegriffe verlinkt werden. Diese können jedoch verlinkt werden, wenn sie erstmals in der Menschheitsgeschichte bedeutsam wurden. So beispielsweise die Begriffe Dorf und Stadt im Bereich Mittelalter, wenn von einer Entwicklungsstufe von Dorf zu Stadt (Stadtentwicklung) zu berichten ist.

Um den Fließtext eines Artikels lesbar zu halten, werden sogenannte Pipelines verwendet, damit der Text als solches nicht sinnentstellt wird: [[Stadtentwicklung|Städtische Entwicklung]]

Einleitungsbegriffe eines Artikels und Artikelabschnitte werden auf gar keinen Fall verlinkt. Die Verlinkung findet nur im Fließtext des Artikels statt. Auch sollten Begriffsklärungsseiten nicht verlinkt werden, da ein Link so zielgerecht wie möglich gesetzt werden sollte. Erfolgt jedoch die Verlinkung auf eine Begriffsklärung, geschieht dieses aus der Tatsache heraus, dass der Autor auf die Mehrdeutigkeit eines Begriffes hinweisen will oder dass der zielführende Artikel noch nicht erstellt wurde.

Häufigkeit der Links bei Begriffen

Links sollen in diesem Wiki sparsam eingesetzt werden. Das bedeutet, dass auf eine übermäßig häufige Verlinkung eines Begriffes innerhalb eines Artikels nicht gewollt, da kontraproduktiv ist.

Vielmehr ist eine sinnvolle Verlinkung abschnittsweise dahingehend zu überprüfen, ob die geplante Verlinkung an der angedachten Stelle überhaupt Sinn macht, wenn dieser beispielsweise bereits zwei Abschnitte darüber verlinkt wurde.

Eine Verlinkung ist sinnvoll, wenn ein Begriff, ein Name oder ein Ereignis erstmals im Artikel erwähnt wird. Danach kann man im weiteren Fließtext die Verlinkung sich ersparen, da davon auszugehen ist, dass der Leser bei der ersten Verlinkung (abgesehen von Rotlinks) auf den weiterführenden Link ([[weiterführender Link]]) geht und sich durchliest, was dort beschrieben wird. Dieses Wiki geht weiterhin davon aus, dass seine Leser nicht „strohdumm“ sind und bereits drei Abschnitte später wieder vergessen hat, was eben gelesen hat, sofern wieder der gleiche Begriff usw. auftaucht.

Eine Neuverlinkung ist sinnvoll, wenn im Artikeltext ein Synonym genannt wird, das nicht sofort in Zusammenhang mit dem zuvor verlinkten zu bringen ist. Daher ist es sinnvoll, wenn das Synonym mit dem Hauptartikel verlinkt wird.

Die erneute Verlinkung eines Begriffes ist sinnvoll, wenn der Fließtext eine gewisse Größe erreicht hat. Dann ist davon auszugehen, dass nach zahlreichen Verlinkungen anderer Begriffe diese notwendig ist, um das Gedächtnis der Leser aufzufrischen.

Verlinkung von Personen und/oder Ereignissen

Es ist darauf zu achten, dass Personen steht enzyklopädisch verlinkt werden, also dass erst der Familienname, dann der Vorname erwähnt wird. Also [[Hitler, Adolf]]. Im Fließtext kann aber neben der Form Hitler auch die Form Adolf Hitler verwendet werden. Bei Monarchen und Regierungschefs sowie Minister sind jeweils die Regierungs- bzw. Amtszeiten bei erstmaliger Erwähnung auszuklammern. In der Riege der Politiker dazu auch die entsprechende Partei mit deren Abkürzung. Also: Landgraf Ludwig IV. (reg. 1800–1910), Heinrich Matzsen (1880–1955; SKD).

Bei wichtigen Ereignissen die Dauer auszuklammern: 30-jähriger Krieg (1618–1648).

Personennamen sind generell kursiv zu setzen. Ebenso werden auch weiterführende Artikelstichworte bei ihrer erstmaligen Verlinkung kursiv gesetzt.

Datum, Monate und Jahreszahlen

Ein im Fließtext genanntes Datum wird generell verlinkt, sobald es dort erstmalig erwähnt ist. So kann ein Artikel über dieses Datum angelegt werden, der alle Ereignisse in Sport, Politik und Wissenschaft umfasst. (→ 3. Oktober 1990)

Bloße Jahreszahlen und/oder Jahrhunderte wie 1871 oder 19. Jahrhundert werden nicht verlinkt, da diese für dieses Wiki „unerheblich“ sind. Epochen werden anhand ihrer Zeitgeisterscheinungen beschrieben und es ist davon auszugehen, dass jeder Leser weiß, dass das Jahr 1871 ein Jahr im 19. Jahrhundert war.

Rot- oder Blaulinks?

Manche Online-Enzyklopädien haben Bots, deren Sinn es ist, neu angelegte Artikel zu „bläuen“, indem sie einsetzen: „Upps, diesen Artikel gibt es noch nicht. Wenn Du Dich mit dem Thema auskennst, dann lege diesen Artikel an oder schaue in der Wikipedia nach.“

In diesem Wiki ist es üblich, dass Leerartikel („Rotlinks“) unbelegt zu lassen. Das hat den Vorteil, dass der betreffende Autor diesen später mit „Leben belegt“ oder ein im Thema interessierter Neuautor diesen mit Inhalt befüllt. Bei der Nennung eines spezifischen Fachbegriffs, von dem der Autor weiß, dass dieser nur in seinem Artikel vorkommen wird, kann im Fließtext den entsprechenden Wikipediaartikel verlinken, indem er ihn als externen Link („Weblink“) anführt.

Stubs, Miniartikel

In diesem Wiki sind Stubs erlaubt, wenn diese die Kriterien eines Miniartikels erfüllen: In vier bis zehn Sätzen müssen sie die wesentlichen Merkmale des Artikelobjektes darstellen.

Ein Stub könnte so lauten:

Kohl, Helmut (geb. 3. April 1930 in Ludwigshafen am Rhein als Helmut Josef Michael; gest. 16. Juni 2017 ebenda), deutscher Politiker (CDU). 1969–1976 Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, 1982–1998 Bundeskanzler der damaligen Bundesrepublik Deutschland. Zwischen 1973 und 1998 war Kohl Vorsitzender der Bundes-CDU und bis 2000 deren Ehrenvorsitzender. In seiner Regierungszeit wurde am 3. Oktober 1990 die Deutsche Einheit vollendet; er selbst jedoch war in einem Spendenskandal verwickelt, der nie aufgeklärt werden konnte.

Auslagerung

Auch in diesem Wiki kann es geschehen, dass ein Artikel zu umfangreich wird, sodass dieser damit zu viel Speicherplatz verbrauchen würde. Dieses beträfe vor allem die Geschichtsabschnitte („Chronik“) in Staaten- oder Personenartikel und/oder Ereignisse.

In diesen Fällen sind die entsprechenden Passagen in einem sinnvollen Lemma auszulagern und in eigenständige Artikel umzuarbeiten. Der entsprechende Quellabschnitt wird zudem sinnvoll gekürzt und in der Überschrift mit der Vorlage {{Hauptartikel|Neuer Artikelname}} vversehen, welcher den Abschnitt mit dem ausgelagerten Artikel verbindet.

Nach der erfolgten Auslagerung sollte nur noch dieser Artikel ausführlich aktualisiert werden, wobei der entsprechende Chronikabschnitt des „Altartikels“ nur noch knapp auf den neusten Stand gebracht wird.

Was Du bei der Auslagerung zu beachten hast, zeigt Dir dieser Wikipedia-Abschnitt, dessen Vorgaben auch für dieses Wiki maßgeblich sind.

Artikel über Staaten

Grundsätzliches

Dieses Wiki handhabt es so, dass nur ein Artikel pro Staat angelegt wird, wenn dieser völker- und staatsrechtlich eine kontinuierliche Staatsidentität aufweist oder ihm diese durch die Völker- und Staatsrechtslehre zugesprochen wird.

Diese kontinuierliche Staatsidentität weisen heute mehrere europäische Staaten auf, deren geschichtliche Grenzen vielfach das Ereignis eines Krieges oder mehrerer Kriege sind.

Die europäischen Nationalstaaten mit den zeitlich stabilsten Grenzen sind Frankreich, die Niederlande, die Schweiz, Italien, Belgien, Luxemburg, Liechtenstein, Spanien und Portugal sowie Großbritannien, Dänemark und Schweden. Norwegen ist als moderner Staat relativ jung, da es erst 1905 von Schweden unabhängig wurde; zuvor gehörte es zwischen 1523 und 1804 zu Dänemark. Island ist noch jünger, dieses erhielt erst im Sommer 1944 seine Unabhängigkeit von Dänemark.

Faschistoide Staatskonstrukte wie der austrofaschistische Bundesstaat Österreich auf der einen und die Italienische Sozialrepublik auf der anderen Seite stellen in der Völkerrechtslehre keine Zäsur, also keinen Bruch der jeweiligen Staatsgeschichte und der Staatsidentität dar. Erstere entstand beispielsweise mit der Annahme einer neuen Verfassung aus der bisherigen Republik Österreich und Zweites ging im Laufe des II. Weltkrieges (1939–1945) als Satellitenstaat des Großdeutschen Reiches hervor.

Dennoch werden beide, der Bundesstaat Österreich und die Italienische Sozialrepublik in diesem Wiki lemmamäßig bearbeitet. Auch bei ihnen ist die Infobox Land samt der dort vorgegebenen Artikelgliederung anzuwenden. Diese Artikel jedoch sollen ausführlich die Formel Z-D-F (Zahlen, Daten, Fakten) der damaligen Epoche umfassen. Dieses dient der Entlastung der Hauptartikel und erspart eine spätere Auslagerung, da hier schon sinnvolle Lemmata bestehen.

In der französischen Staatsgeschichte unterscheiden wir die Epochen der I., II., III., IV. und V. Französische Republik, denen zwei Kaiserreiche gegenüberstehen. Das II. Französische Kaiserreich stellt im Grunde die Fortführung des I.&nbsp,Kaiserreiches dar, sodass beide unter dem Lemma Französisches Kaiserreich abgehandelt werden.

Das Lemma Französische Republik wird in diesem Wiki als Begriffsklärung behandelt, welche auf die jeweiligen epochalen Republiken verweisen.

Dennoch stellt hier der Artikel Frankreich das Hauptlemma dar, der alle wesentlichen Informationen zu diesem Staat abbilden soll.

Die epochalen Zeitabschnitte des Deutschen Reiches bildet dieses Wiki unter den Lemmata Wilhelminisches Kaiserreich (1871–1918/19), Weimarer Republik (1918/19–1933) und Nationalsozialistische Gewaltherrschaft (1933–1945) ab. Die Lemmata Deutsches Kaiserreich, Deutsche Republik und NS-Staat sind auf die entsprechenden Artikel Weiterleitung weiterzuleiten.

Historische Territorien des Römisch-Deutschen Reiches werden, auch wenn sie eine kontinuierliche Subjektidentität mit dem ihnen nachfolgenden Territorium aufweisen, solange eigenständig in diesem Wiki lemmamäßig abgebildet, bis sie in diesem aufgingen oder in das Nachfolgelemma umbenannt wurden.

Das bedeutet, dass die Markgrafschaft Österreich (976–1156) so lange als Artikelgegenstand behandelt wird, bis diese in Herzogtum Österreich (1156–1453) umbenannt wurde. Dieses ist solange in diesem Wiki Artikelgegenstand, bis es in Erzherzogtum Österreich (1453–1918) umbenannt wurde. Erschwerend kommt hinzu, dass das Erzherzogtum Österreich bereits 1458 in zwei Subterritorien (Österreich ob der Enns, Österreich unter der Enns) geteilt wurde, aus denen 1918 Ober- und Niederösterreich hervorgingen.

Es kann jedoch vorkommen, dass eine von den Staaten behauptete kontinuierliche Subjektidentität vonseiten der Völker- und der Staatsrechtslehre als umstritten gilt bzw. galt. Dieses betrifft vor allem die Tschechoslowakei und Österreich. Die 1945 wieder errichtete Tschechoslowakei sah sich als Volksdemokratie in der staatsrechtlichen Tradition der I. Republik stehend, die bürgerlich ausgerichtet war. Österreich führte 1945 ebenfalls seine staatliche Souveränität auf die kontinuierliche Subjektidentität der I. Republik ab. Die Frage, ob der Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich nun eine Annexion oder eine staatliche Verschmelzung zweier Staaten aufgrund des Selbstbestimmungsrechtes war, galt lange Zeit als umstritten. Immerhin wurde der Zusammenschluss ja legitimiert, indem Volksabstimmungen in beiden Staaten durchgeführt wurden. Heute folgt die Völkerrechtslehre der Mehrheitsauffassung, dass es sich hierbei de facto um eine von den Nationalsozialisten erzwungene Abstimmung gehandelt habe, um die militärische Besetzung des Landes durch die Deutsche Wehrmacht als „Befreiungsschlag“ zu legitimieren und die Völkerrechtswidrigkeit zu annullieren. Dennoch war die österreichische Staatsgeschichte für sieben Jahre unterbrochen.

Dieses Wiki steht im Einklang mit der heutigen Völkerrechts- und Staatsrechtslehre. Es definiert ebenfalls die Jahre 1938–1945 in Bezug auf die österreichische Staatsgeschichte als Annexion. Ebenfalls sieht es die Zerschlagung der Tschechoslowakei als völkerrechtswidrig an, sodass dieser in diesem Wiki diesbezüglich eine kontinuierliche Subjektidentität zuerkannt wird.

Bezüglich der österreichischen Geschichte hat sich dieses Wiki entschlossen, auch die Lemmata Deutsch-Österreich und Deutschösterreich zu führen. Ersteres Lemma bildet alle österreichischen Gebietsteile ab, die 1815–1866 zum Deutschen Bund gehört haben, insbesondere werden unter diesem Begriff alle deutschbesiedelten Gebietsteile des damaligen Kaisertum Österreich verstanden. Letzteres Lemma war zwischen Oktober/November 1918 und September 1919 offizieller Name der I.&nbsop;österreichischen Republik. Beide Namensvarianten dienten Deutschnationalen, Alldeutschen, Deutschvölkischen und Nationalsozialisten als ideologisches Schlagwort und politischer Kampfbegriff, um den „deutschen Charakter Alpen- und Sudetendeutschlands“ zu betonen. Noch heute dienen die Begriffe der politischen Rechten des deutschsprachigen Raumes, um anzuzeigen, dass „Deutschland größer als die Bundesrepublik“ sei.

Um im Bereich der Staaten-Artikel eine enzyklopädische Einheitlichkeit zu gewährleisten, stellt dieses Wiki dem interessierten Autor auch eine diesbezügliche Infobox nebst in diesem Wiki gewünschte Artikelstruktur zur Verfügung, welche bei Erstellung des betreffenden Artikels nur leicht modifiziert werden muss.

Moderne Staaten, Flächenangaben, Einw.

Dieses Wiki definiert als moderner Staat alle Völkerrechtssubjekte, die als solche bei den Vereinten Nationen gelistet sind.

Die Angaben bezüglich Fläche („Staatsgebiet“) und Einwohnern folgen offiziellen amtlichen Verlautbarungen und Angaben oder diesbezüglichen Angaben anerkannter Fachliteratur.

Wenn es möglich ist, ist im Abschnitt „Geografische Lage und Landesnatur“ die geografische Lage im internationalen Koordinatensystem anzugeben, welche sich vielfach in der Fachliteratur finden lassen. So nimmt Deutschland beispielsweise folgende Koordinaten ein: 51° 9' 54 N, 10° 27' 19 E.

Historische Staaten, Flächenangaben, Einw. und Maßeinheiten

Dieses Wiki hat beschlossen, dass die drei Glieder des ehemaligen Römisch-Deutschen Reiches unter ihrer lateinischen Bezeichnung (regnum Burgundiae „Königreich Burgund“, regnum Germaniae „Königreich Deutschland“, regnum Italiae „Königreich Italien“) zu führen sind. Die deutschen Entsprechungen werden auf das lateinisch geführte Lemma weitergeleitet.

Das Lemma Königreich Italien behandelt den italienischen Nationalstaat zwischen 1861 und 1946.

Historische Staaten und/oder Reiche sind in diesem Wiki unter ihrem letztbekannten Namen zu führen. Dieses Lemma bildet den Hauptartikel. Dieses Wiki hat sich entschlossen, das Römisch-Deutsche Reich unter seinem Namen lemmamäßig abzubilden. Die lateinische Bezeichnung sacrum imperium romanum nations germaniae „Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation“ wird nur als Stub geführt.

Sofern sich Flächenmaße und Einwohnerzahlen historischer Daten nicht durch Fachliteratur belegen lassen, können diese in diesem Wiki jedoch plausibel rekonstruiert werden. Doch müssen diese Angaben besonders gekennzeichnet werden („ca.“, „etwa“, „rund“), damit der Leser erfasst, dass es sich hierbei nicht um verbürgte, sondern nur um annähernd genaue Zahlen handelt.

Bei historischen Staaten usw. ist ferner die Maßeinheit anzugeben, in denen diese Entfernungen gemessen haben: Verwendeten sie Wegstunde, holländische oder die helvetische Meile? Maßgeblich im Römisch-DeutschenReich war die gemeine deutsche Meile, welche eine geografische Meile war. Neben dieser verwendeten die Reichsländer auch ihre eigenen Maßeinheiten, wie oben aufgeführt.

Sonderfälle

Staatskonstrukte und Staatssimulationen

Staatskonstrukte wie Nordzypern und das Kosovo oder die Westsahara stellen völker- und staatsrechtlich Sonderfälle dar. Allen ist gemeinsam, dass sie sich durchaus als souveräne Nationalstaaten betrachten, die zum Teil auch von mehreren Staaten völkerrechtlich anerkannt sind. Doch da die Mehrheit der UN-Staaten diese nicht als Völkerrechtssubjekte anerkennen, ist deren Rechtsstatus also international umstritten.

In diesem Wiki werden oben genannte Gebiete als Staatskonstrukte oder als Staatssimulationen abgebildet, was sie de facto ja auch sind.

Ähnlich gelagert ist der Staat Palästina, der nur auf dem Papier formaljuristisch besteht und aus den palästinensischen Autonomiegebieten in Israel gebildet wird.

Sobald diese Artikelgegenstände durch alle UNO-Staaten anerkannt sind, werden sie in diesem Wiki auch als Nationalstaaten geführt und abgebildet.

Partikularstaaten (Teilstaaten, Gliedstaaten)

Partikularstaaten in Form von Teil- oder Gliedstaaten werden eine ähnliche Frage wie oben genannte Gebiete. Teilstaaten eines (handlungsunfähigen) Gesamtstaates vertreten gegenüber ihrem Gegenstück, das zumeist ideologisch verfeindet ist, die völkerrechtliche Auffassung, dass sie jeweils allein berechtigt seien, für den Gesamtstaat zu agierees n und zu sprechen. 1949–1973 traf dieses auf die BR Deutschland und die DDR zu. Nachdem die Bundesregierung die DDR im Grundlagenvertrag staatsrechtlich anerkannt hatte und beide deutschen Teilstaaten der Charta der Vereinten Nationen beigetreten waren, vertraten sie in der UNO völkerrechtlich Deutschland als Ganzes, agierten aber jeweils nur im eigenen Staatsgebiet.

Dasselbe Problem stellt sich seit 1948 für Korea, das seit dem in einem Nord- und einem Südstaat geteilt ist. Ebenso für den Staat China, der seit 1949 in eine Volksrepublik und einer Republik geteilt ist. Indes das heutige Taiwan die Auffassung vertritt, dass China heute in zwei Teilstaaten existiert, vertritt die Volksrepublik China, die seit 1973 in der UNO für Gesamtchina agiert, die Auffassung, dass Taiwan lediglich eine abtrünnige Provinz sei. (1949–1973 war Taiwan als „Nationalchina“ in der UNO vertreten, bevor es dort von „Rotchina“ abgelöst wurde.)

1949–1976 war auch Vietnam zweigeteilt. Im Norden herrschte ein kommunistisches System, im Süden ein westlich-kapitalistisches. Mit dem offiziellen Ende des Vietnamkrieges kam es zur Wiedervereinigung beider Landesteile.

1967–1990 existierten im Süden der arabischen Halbinsel auch zwei jemenitische Staaten: Im Süden eine volksdemokratisch-sozialistische Volksrepublik, im Norden eine eher westlich orientierte Arabische Republik. 1990 kam es auch hier zur Wiedervereinigung beider Landesteile.

Es ist offensichtlich, dass alle modernen Teilstaaten Resultate des Kalten Krieges sind. Doch da Letztere auch in der UNO vertreten waren, führt dieses Wiki sie als National- und Teilstaaten gleichermaßen, obgleich sie eher Staatssimulationen entsprachen.

Welche Quellen sind bei Staaten-Artikel zu verwenden?

Wie bereits oben stehend erwähnt, sollte, wenn möglich, nur mit offiziellen Daten und offiziellen Quellen gearbeitet werden. Offizielle Quellen, die verlässliche Zahlen liefern, sind Ämter für Öffentlichkeitsarbeit.

Bei Artikel, die alte Reiche usw. behandeln, werden die Daten aus der Fachliteratur und aus authentischen Primärquellen wie alte Lexika, Schulbücher und/oder Unterrichtsmaterialien herangezogen; die Verwendung von Daten, die auf kuriosen Internetseiten beruhen, sollten nur nach genauster Überprüfung übernommen und diese Daten ersetzt werden, wenn man auf einem Flohmarkt oder in einem Antiquariat auf Fachbücher usw. gestoßen ist, die diese Angaben fachspezifisch überliefern.

„Minenfelder“ oder: Artikel über Religionen, Ideologien, Politik und Parteien

Artikel über Religionen und Ideologien

Dieses Wiki erhebt den Anspruch, dass seine Artikel über Religionen neutral und wertfrei zu erstellen sind. Dem Wiki obliegt es nicht zu entscheiden, ob und wie der Islam zu Deutschland gehört. Da dieser inzwischen eine der zahlreichen Religionsgemeinschaften im deutschsprachigen Raum darstellt, ist es die Aufgabe des Wikis, diesen abzubilden. Dabei dürfen jedoch nicht die diversen Kontroversen, inwieweit die „mohammedanische Religion“ zu Europa und zu Deutschland gehört. Vielmehr sind diese gegensätzlichen Meinungen im entsprechenden Artikel gegenüber zu stellen.

Das Obige gilt auch für den Bereich der Weltanschauungen (Ideologien). Auch diese sind neutral und wertfrei zu erstellen, ganz gleich, welcher politischen Couleur sich der Autor selbst zurechnet. Die ideologisch-politische Neutralität stellt für jeden Autor eine große Herausforderung dar, die es zu meistern gilt, da die eigene Überzeugung und Ideologie stets im Unterbewusstsein „mitarbeitet“. Daher sollte alle politischen wie auch ideologischen Artikel Gegenpositionen beinhalten, welche die Sicht der politischen Gegner und der Fachwissenschaft widerspiegeln. Mit der Abbildung aller Positionen, das heißt die Darstellung der Weltanschauung der Betroffenen, der politischen Gegner und die Einschätzung der heutigen Fachwissenschaft bezüglich eines Artikelthemas, ist damit die gewünschte Neutralität gewährleistet.

Artikel über politische Parteien und soziale Bewegungen/Netzwerke

Wird eine Weltanschauung unter das Volk getragen, dann geschieht dieses vielfach mittels politischer Parteien und sozialer Bewegungen sowie über soziale Netzwerke. Auch hier gilt, was im Abschnitt oben beschrieben wird. Die dortigen Vorgaben sind auch auf den Bereich Parteien, Bewegungen und Netzwerke anzuwenden.

Nach dem Chronikabschnitt sind die kontroversen Meinungen über den Artikel abzubilden. Zuerst die Eigenauffassung der behandelten Partei (o. Ä.), dann die Gegenpositionen der politischen Gegner. Abschließend folgt der Abschluss mit der Einschätzung der Fachwissenschaft und/oder des Verfassungsschutzes.

Verwendung von „rechtsradikal“ und „rechtsextrem“ bzw. von „linksradikal“ und „linksextrem“

Ein schwieriges Thema stellt heute der politische Radikalismus und der politische Extremismus dar, welche in den 1960er- und 1970er-Jahre Eingang in den politischen Sprachgebrauch fanden und auf die Einschätzung des damaligen Verfassungsschutzes fußten.

Der Verfassungsschutz definiert politischen Extremismus seit den 1970er-Jahren als politische Bestrebungen, die offen verfassungsfeindlich agieren, feindlich der freiheitlich-demokratischen Grundordnung (FDGO) gegenüberstehen und dabei auch die Möglichkeit des politischen Terrorismus in Betracht zogen.

Als politischen Radikalismus definierte er alle Bestrebungen, die ihre politischen Ziele im Rahmen des demokratischen Spektrums vertreten und die als Ausdruck legitimer Radikalkritik an der bestehenden Staats- und Gesellschaftsform verstanden werden muss.

In Bezug auf den Links- und Rechtsradikalismus heißt das, dass beide Bestrebungen sich zwar für die Änderung der bestehenden Staats- und Gesellschaftsform einsetzen, sich aber noch im Rahmen der gültigen Rechtsnormen bewegen. Beide Formen versuchen alle ihre Forderungen und Ziele durch Anwendung politischer Mittel (Wahlen) zu erreichen. Dem politischen Aktivismus (Revolution, Aufruhr) stehen sie ablehnend gegenüber und generell wie Gewalt keine Option. Teile der Linksradikalen verweigern jedoch bis heute das Bekenntnis zum Gewaltverzicht. Vielmehr sehen sie sich als politischer Arm der außerparlamentarischen Opposition in Form der Antifa, da sie sich selbst als „antifaschistisch“ und „antinational“ definieren. So wird beispielsweise die Ausweitung der Machtbefugnisse der Brüsseler EU von ihnen betrieben.

Der wesensverwandte Links- und Rechtsextremismus steht für politische Bestrebungen, die sich ebenfalls für die Änderung der Staats- und Gesellschaftsform einsetzten und die sich nicht an die freiheitlich-demokratischen Rahmenbedingungen gebunden sehen. So ist vor allem der „politische Kampf“, der „Kampf auf der Straße“ bzw. der „Kampf um die Straße“ zwischen Links- und Rechtsextremen ein wesentliches Identitätsmerkmal. Was beide vereint, ist die gemeinsame Auffassung, dass auch die Staatsgewalt zum politischen Gegner gehört, der bekämpft und beseitigt werden muss.

Das bedeutet, dass sie offen verfassungsfeindlich und staatszersetzend agieren. Auch in ihren Zielen sind Gemeinsamkeiten offensichtlich: Beide forcieren eine zentralistische Diktatur in Form eines Einheitsstaates, der entweder dem Marxismus-Leninismus (Kommunismus) oder einem wie auch immer gearteten nationalen Sozialismus folgt. Beide Bestrebungen sehen eine zu schaffende Staats- und Gesellschaftsform in der „Nationaldemokratie“ bzw. in der „Volksdemokratie“, welche den kapitalistschen Parlamentarismus abzulösen habe. Die erste Form steht für ein rechtes Konzept, das auf dem völkischen Kollektivismus („Dein Volk ist alles, du bist nichts!“) aufbaut und pseudodemokratische Elemente beinhaltet. Die zweite Form forciert den individuellen Kollektivismus („Du bist alles, dein Volk ist nichts!“) und beinhaltet ebenfalls pseudodemokratische Elemente. Die alleinige Macht obliegt der Staatspartei, der sich alle anderen „Parteien der Nationalen Front“ (Blockparteien) unterzuordnen hatten.

Vor allem die Antideutschen innerhalb der linksextremen Szene sehen sich als Antiimperialisten und definieren auch die Brüsseler EU als eine Form des imperialistischen Faschismus und deren Ausweitungspolitik als faschistoid.

Große Teile der Rechtsextremen setzt sich für die „Wiederherstellung Gesamtdeutschlands in seinen gerechten Grenzen“ ein. Offiziell werden damit die Reichsgrenzen von 1937 vertreten, inoffiziell steht dahinter jedoch vielmals die Verwirklichung der alldeutschen Idee, zumindest den deutschen Sprachraum staatlich zu vereinen und die germanischsprachigen Staaten Europas unter deutscher Hegemonie zu bringen (Pangermanismus).

Eine Taktik der Extremen beider Seiten ist es jedoch vorzugeben, auf dem Boden des Grundgesetzes zu stehen, wenn man ihre programmatischen Forderungen liest. Ihre tatsächliche Agitation jedoch lässt ihre pseudodemokratische Tarnung schnell auffliegen.

Die Wikipedia beispielsweise verwendete die Begriffspaare „linksradikal/linksextrem“ und „rechtsradikal/rechtsextrem“ synonym, weshalb erstere Begriffe Weiterleitungen sind.

Heute ist das Attribut rechtsextrem zum gesellschaftlichen Kampfbegriff und Schlagwort der Linken, aber auch der bürgerlichen Mitte geraten. Im sogenannten Kampf gegen Rechts werde mit diesem Begriff inzwischen alle jene belegt, die sich systemkritisch äußeren, die Corona-Verordnungen von 2020/21 ablehnen bzw. infrage stellen und die die Massenmigration ab 2015 ablehnend gegenüber stehen.

Mit der Begriffsausweitung geriet der Begriff rechtsextrem zur bloßen Worthülse, in die alles und jeder gesteckt werden kann, wenn der politische Bedarf es augenscheinlich gebietet.

Was jedoch auffallend ist, ist die Tatsache, dass die politische Gewalt nunmehr „nur“ von rechts auszugehen scheint. Eine linksradikale und/oder linksextreme Szene scheint es nicht zu geben. Geschehen Gewalttaten von links, dann ist die Tendenz zu beobachten, dass diese verharmlost wird. So sprechen dann die Medien, aber auch Mitglieder der Linken, der Grünen und der SPD häufig von „randalierenden“ und/oder „gewaltbereiten Autonomen“, wenn die Antifa mal wieder zu ihrem „revolutionären 1. Mai“ aufruft und in einigen Städten ganze Stadtteile in Schutt und Asche legen. Vielfach werden die Linksextremen in Deutschland vonseiten der politischen Linken als „politische Aktivisten“ bezeichnet, mit denen man auch im Kampf gegen Rechts zusammenarbeitet und deren Projekte vom Staat teilweise gefördert werden, da diese in Vereinsstrukturen eingebunden sind.

Da die Begrifflichkeiten „links-/rechtsradikal“ und „links-/rechtsextrem“ jüngeren Datums sind, ist es die historischen Tatsachen verfälschend, sie auf Personen, Bewegungen und Parteien des frühen 20. und späten 19. Jahrhunderts anzuwenden. Dieses Wiki ordnet diese neutral der politischen Linken und der politischen Rechten zu, da dies auch in der Regel die Selbstverortung der Betroffenen war.

In Bezug des politischen Radikalismus’ und des politischen Extremismus (egal, ob von links oder rechts) folgt dieses Wiki der Auffassung des Verfassungsschutzes, wie sie dort bis etwa ins Jahr 2000 definiert wurde.

Artikel über Minderheiten

Im deutschen Sprach- und Siedlungsraum gab und gibt es seit jeher Minderheiten, die von ihrem Ursprung her als nicht deutsch zu klassifizieren sind. Autochthone Minderheiten sind Friesen, Dänen, Sorben und Zigeuner, das heißt Sinti und Roma. Diese gelten nach amtlicher Auffassung Deutschlands beispielsweise als nationale Minderheit. Allochthone Minderheiten sind nach allgemeiner Auffassung alle Volksgruppen innerhalb des deutschen Sprach- und Kulturraumes, die ihren „völkischen Ursprung“ nicht dort haben, sondern zugewandert sind. Das sind vor allem Türken, Araber und Russen, aber auch Franzosen, Spanier oder Serben.

Es ist in diesem Wiki völlig legitim, nichtdeutsche Minderheiten als „völkische Minderheiten“ zu bezeichnen, wenn der historische Kontext gewahrt und ein Artikelgegenstand beschrieben wird, der zwischen dem 1000 und 1980 angesiedelt ist. Vor allem ist der Begriff „völkische Minderheit“ zwischen 1880 und 1945 ein politisch-ideologischer Kampfbegriff der Völkischen gewesen, einschließlich der der Nationalsozialisten.

Ab 1980 wurde es innerhalb des deutschen Sprachraums üblich, diesen nunmehr als in Misskredit geratenen Begriff durch den Begriff ethnische Minderheit zu ersetzen. Dieser kann auch für Artikelgegenstände vor dem Jahr seiner Einführung verwendet werden, da die Attribute „völkisch“ und „ethnisch“ im Grunde für dieselbe Sache stehen: der Abstammung.

Welche Art von Literatur und Quellen darf ich als Autor verwenden?

Literatur und Suchmaschinen

Im Idealfall sind alle Artikel in diesem Wiki mit Standard-, Primär- und Sekundärliteratur abgeglichen und strittige Passagen, Einschätzungen von Wissenschaftlern oder Jahresdaten über Fußnoten belegt worden.

Dennoch ist es in diesem Wiki möglich, dass Artikel auch ohne Literaturangaben erstellt werden können. Voraussetzung ist, dass sich alle relevanten Artikeldaten leicht über Internetsuchmaschinen wie Google, Bing, DuckDuckGo und Fireball ermitteln lassen. Alternativ können auch die entsprechenden Internettreffer auch als Fußnoten angeführt werden.

Besondere Sorgfalt in kritischen Artikelthemen

Es gilt in diesem Wiki als selbstverständlich, dass in gewissen sensiblen Artikelbereichen wie dem Nationalsozialismus und der Judenverfolgung in Europa und Deutschland besondere Sorgfalt angewandt wird!

Zwar können auch in diesen Fällen Primärquellen verwendet werden, doch sollten diese mit dem gebührenden Abstand ausgewertet werden. Diese Quellen sind „Kinder ihrer Zeit“, sind vielfach Publikationen, die sich selbst völlig der damaligen Staatsdoktrin verschrieben hatten. Daher sollten deren Angaben auch mit belegten Fakten aus moderner Fachliteratur abgeglichen werden.

Verwendung von NS-Literatur zur Erstellung von Artikel über die NS-Zeit

Es ist nicht verwerflich, wenn sich der Autor eines Artikels über die nationalsozialistische Gewaltherrschaft zeitgenössischer Literatur und Veröffentlichungen bedient. Geht es um die Abbildung der Organisationsstruktur der NSDAP beispielsweise oder über die Struktur eines „NS-Kampfverbandes“, dann bietet sich das amtliche Organisationsbuch der NSDAP an, welches bis 1943 jährlich herausgegeben wurde. Dieses Wiki ist selbst der Auffassung, dass dieses Organisationsbuch allen anderen Quellen vorzuziehen ist, wenn es um Befehls- und Kommandostruktur usw. der NSDAP geht. Leider sind die Ausgaben des Organisationsbuchs im Original sehr teuer in der Anschaffung.

Doch seit geraumer Zeit ist das Urheberrecht an der Ausgabe von 1937 abgelaufen, das nun kostenlos online verfügbar ist. Diese Ausgabe ist für die Erstellung von NS-Artikeln durchweg ausreichend, da sich spätere Ausgaben nur marginal von dieser Ausgabe unterscheiden, da sie lediglich nur als erweiterte Ausgaben gelten und auf der 1937er-Ausgabe aufbauen. Die späteren Ergänzungen können auch durchweg mit Sekundärliteratur belegt werden, da sich die Fachbücher heutiger Zeit vielfach auch auf spätere Ausgaben dieses Organisationsbuches berufen.

Bei der Erstellung von Personenartikel im Rahmen der Schutzstaffeln der NSDAP sind bezüglich der entsprechenden Beförderungsdaten auf die im Reprint erschienenen Dienstalterslisten der SS zurückzugreifen, da dort auch – neben den eigentlichen Beförderungsdaten – auf Einsatzstellen und gewisse Funktionen in Staat und Gesellschaft, aber auch auf diverse Orden und Auszeichnungen verwiesen werden.

Um einen guten Überblick über das SS-Führerkorps zu erhalten, ist es nicht unbedingt notwendig, alle Dienstalterslisten zu besitzen. Es genügen hierbei die Ausgaben 1936, 1938/39 und 1942 sowie die beiden Listen von 1944. Bezüglich der Waffen-SS ist auch der Reprint der im Sommer 1944 erschienenen Dienstaltersliste der Waffen-SS miteinbeziehen.

Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes (DÖW)

Die Wikipedia definiert das Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes in Bezug auf Rechtsextremismus in Österreich als „die“ Institution und so genießt dort das DÖW ein einsprechend hohes Ansehen und einen hohen Stellenwert.

Doch während in Deutschland die Begriffe „rechtsradikal“ und „rechtsextrem“ jahrelang vom Verfassungsschutz eindeutig definiert wurden, waren beim DÖW deren Grenzen mehr als fließend und schwammig definiert, um sie bei Bedarf den neuen Gegebenheiten anpassen zu können. (Eine Situation, die nun leider auch vermehrt beim Verfassungsschutz zu beobachten ist.)

Im Grunde bezeichnet das DÖW alles als „rechtsextrem“ (das Wort „rechtsradikal“ wird dort kaum verwendet) und „deutschnational“ (im Sinne von „völkisch“), was politisch nicht links und/oder politisch inkorrekt ist.

So nimmt es nicht wunder, dass dort inzwischen rund fünfzig Definitionen von „rechtsextrem“ erstellt wurden, die teilweise konträr zueinanderstehen und deren gemeinsamer Nenner es ist, dass sich bei Rechtsextremismus um eine Bestrebung der politischen Rechten handelt, die grundsätzlich „deutschnational“, damit „völkisch-nationalistisch“, „ausländerfeindlich“ und „antisemitisch“ seien, die zudem sich „gegen die österreichische Nation“ und deren Identität richtet.

Eine solche grobe Vereinfachung ist jedoch unseriös und deshalb abzulehnen. Es darf nicht vergessen werden, dass sich das DÖW zum (stalinistischen) Antifaschismus bekennt und jahrelang als „orthodox-marxistischerVerein (und damit allgemein als radikal links) galt.

Schauen wir zurück in die Vereinsgeschichte des DÖW: Das DÖW wurde gegründet, den österreichischen Widerstand gegen den Nationalsozialismus zu dokumentieren, der 1938–1945 in Österreich alle anderen politischen Systeme verdrängte. Ab den 1970er-Jahren ging der Verein jedoch verstärkt dazu über, seine Kernaufgaben zu erweitern und begann, sich auch mit dem Rechtsradikalismus nach 1945 zu beschäftigen. Ab den 1980er-Jahren trat der Rechtsextremismus in den Fokus des DÖW. Legitime Aufgaben in den Augen dieses Wikis.

Vor allem die deutschnationalen Burschenschaften in Österreich (Deutsche Burschenschaft) unterstellen dem DÖW, dass es ideologisch extrem links ausgerichtet und deswegen als linksextremistische Organisation zu werten sei.[1]

Doch ist auch dieses Wiki jedoch der Auffassung, dass das DÖW in seiner politischen Arbeit tendenziös (und vielfach verunglimpfend) betreibt: Es unterstellt jedem eine antidemokratische, rassistische und nationalistische Grundhaltung, der nicht dem Weltbild des DÖW entspricht und der seine eigene, von der öffentlichen Meinung abweichende Haltung vertritt.

Daher ist dieses Wiki der Auffassung, dass das DÖW wie die zeitgenössische Literatur aus der NS-Zeit usw. zu werten ist: Seine Angaben sind mit äußerster Vorsicht zu verwerten, da es sich primär um eine ideologisch stark gefärbte Institution handelt, deren Bestrebung es ist, Dinge und Erscheinungen aus ihrer Ideologie heraus zu behandeln.

Amadeu Antionio Stiftung (AAS)

Das meiste, was bereits über das DÖW angemerkt wurde, gilt nach Auffassung dieses Wikis auch für die Amadeu Antonio Stiftung (AAS). Diese gerade einmal vierzig Mitarbeiter umfassende Organisation gilt inzwischen in Deutschland als „die“ Institution im Kampf gegen Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit und ist de facto als Gegenstück, als Pendant zum oben genannten DÖW einzustufen. Zumal sich die AAS ebenfalls offen als antifaschistisch definiert.

Gegründet und geleitet wird die AAS von einer ehemaligen inoffiziellen Mitarbeiterin der StaSi, des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR. Auch die AAS wirft schnell mit den Begriffen „rechtsradikal“ und „rechtsextrem“ um sich; vielfach werden beide Begrifflichkeiten synonym verwendet, obgleich – wie bereits schon auf dieser Seite ausgeführt – ein wesentlicher Unterschied zwischen ihnen besteht. Die AAS bekennt sich offen für die Ersetzung des bis dato noch (auf dem Papier) bestehenden ethnisch homogenen Nationsbegriff und der als starr und minderheitenfeindlich empfundenen jüdisch-christlichen Werteauffassung durch eine „bunte interkulturelle“, das heißt, durch eine multikulturelle Gesellschaft, die den klassischen Volks- und Nationsbegriff als solche überflüssig machen würde.

Als antisemitisch, nationalistisch, fremdenfeindlich und rechtsextrem bezeichnet die AAS alles, was in ihren Augen nicht zeitgeistkonform, wertkonservativ und auf das eigene Volk bezogen ist.

Die AAS stellt Medien sogenannte Antisemitismusexperten zur Verfügung, die dem Publikum erklären, dass Deutschland seit Jahrzehnten ein „Rassismus-“ und „Rechtsextremismusproblem“ habe. So sei aufgrund der traditionellen Erziehung der ethnischen Deutschen, die „nationalistisch“ sei, rund ein Viertel von diesen Antisemiten und generell feindlich allen ethnischen Minderheiten eingestellt. Das Familienbild der Deutschen müsse sich ändern, denn „Familie“ bestünde nicht nur aus Vater, Mutter und Kind. „Familie“ bedeute, dass zwei Väter oder zwei Mütter ein Kind haben könnten.

Kindergartenkinder beispielsweise sollen nach Auffassung der AAS ihre Kinder auf „rechtsextreme Positionen“ beobachten und diese gegebenenfalls melden: Eigens dafür gab die Stiftung eine (viel kritisierte) Broschüre namens „Ene, mene muh – und raus bist du!“ heraus, die den Untertitel „Ungleichwertigkeit und frühkindliche Pädagogik“ trug.

Die Grundhaltung der AAS ist tendenziös und nicht wirklich neutral im Sinne dieses Wikis. Daher ist es wie das DÖW zu handhaben.

Parteienlexikon und „apabiz“

Für die Erstellung von Parteiartikeln bieten sich durchaus das Parteienlexion und das antifaschistische pressearchiv und bildungszentrum berlin e. V. an. Letzteres jedoch nur, wenn man sich auf die reine Beschreibung historischer und aktueller Parteien, soweit diese vorhanden, beschränkt.

Verfassungsschutzberichte

Ob eine Organisation, ein Verein oder eine Person links- oder rechtsradikal bzw. links- oder rechtsextrem ist, diese Einstufung obliegt allein dem Ermittlungsergebnis des Verfassungsschutzes, das im jährlichen Verfassungsschutzbericht veröffentlicht wird. Das heißt, eine Organisation, ein Verein oder ein Personenkreis gelten so lange als Teile einer radikalen Linken/Rechten, bis deren eindeutige Einstufung in den Links-/Rechtsextremismus durch den Verfassungsschutz erfolgt. Bloße Verdachtsfälle definiert dieses Wiki als links-/rechtsradikal.

Nun ist allerdings vermehrt dort die politisch motivierte Tendenz zu beobachten, dass der Verfassungsschutz vielfach auch auf Einträge und Angaben der Wikipedia und/oder insbesondere der Amadeu Antonio Stiftung zurückgreift, um Personen und Organisationen als rassistisch, nationalistisch, verfassungsfeindlich und antisemitisch zu deklarieren. In diesen Fällen ist stets darauf hinzuweisen, wenn neuste Daten des Verfassungsschutzberichtes als Quellen verarbeitet werden, dass der Verfassungsschutz sich diesbezüglich auf Angaben der Wikipedia und/oder der AAS stützt.

Wikipedia

Wikipedia ist vor allem im wissenschaftlichen Bereich, in der Musik und der Biologie als reputable Quelle zu werten. Doch in den Bereichen Politik und Ideologie muss vorsichtig gehändelt werden, da auch inzwischen in dieser großen Online-Enzyklopädie die (traurige) Tagesordnung ist, dass dort Einträge tendenziös vorgenommen werden. Linksradikale und linksextreme Organisationen und Personen werden dort verharmlosend als „linksorientiert“ beschrieben, wenn überhaupt dort die Betroffenen diesbezüglich klassifiziert werden. Dagegen steht die Tendenz, alles als „rechtsextrem“ zu titulieren, was national und auf das eigene Volk gerichtet ist.

Daher ist auch die reine Übernahme und/oder der Export von Wikipediaartikeln in diesem Wiki unerwünscht, da die wikikonforme Überarbeitung einem Neuschrieb gleichkäme. Lieber Wikipediaartikel lediglich als Basis neuer Artikel nehmen, offline überarbeiten und wikikonform hier einstellen, mit dem Verweis, dass die Basis ein Wikipediaartikel darstellt!

Belege, Verwendung von Fußnoten

Wie bereits im Abschnitt „Literatur und Suchmaschinen“ kurz angerissen, ist es in diesem Wiki möglich, sogenannte quellenlose Artikel anzulegen, wenn die im Artikel dargestellten Fakten mittels Suchmaschine leicht im Internet ermitteln lassen.

Darüber hinaus ist es zudem möglich, die Quelle(n) eines Artikels mittels Fußnote(n) („Einzelnachweise“) anzugeben. Bei Nennung eines von einem bestimmten Autor verwendeten Begriffes oder Wortes<ref>Mustermann, Max: ''Das Musterbuch'', Tut-mir-gut-Verlag Münchhausen 1980, S. 13</ref> ist der Nachweis (die Fußnote) unmittelbar anzuführen. Das bedeutet, dass bei einzelnen Wörtern oder Konzepten, die im Artikel verwendet werden und die von anderen Autoren stammen, wird die Fußnote als Referenz direkt angeführt, auch wenn der Satz hiernach weiter geht.

Andere Ideen und Gedankengänge, die von anderen Autoren stammen, werden am Ende des betreffenden Satzes vor dem Punkt referiert<ref>Mustermann, Erika: ''Mustermann in Musterhausen'', in: Mustermann, Max (Hrsg.): ''Wissenschaftliche Besserwissen'', Verlagsgemeinschaft Du & Ich 2000, II. Bd., S. 15ff</ref>.

Wenn sich allerdings ein ganzer Absatz oder eine Textpassage an einem oder mehrere Autoren orientiert, dann wird die Referenz am Ende des Absatzes oder der Textpassage nach dem letzten Punkt angegeben.<ref>Mustermann, Max –Mustermann, Erika: ''Wie machen wir Muster?'', Verlaghaus Schnittig & Co. Felixhausen 1900, S. 110</ref><ref>Mustermannski, Maximilian: ''Muster'', Fachverlag Düperschkinski 2009, S. 14</ref><ref>Musterman, Elsa N.: ''Musterbögen und Musterschnitte'', in: Ottokinski, Ottokar: ''Muster der Welt'', Schnitt-Verlag Scherenhausen 1999, S. 321</ref>

Der aufmerksame Leser fachspezifischer Literatur wird feststellen, dass dort die Referenzen stets verkürzt angegeben werden.(Mustermann 1990: 89)

Demgegenüber steht die Wikipedia, die in ihren Einzelnachweisen stets die Vollinformationen angeben.<ref>M. Mustermann: ''Das Musterbuch. Wie man perfekt strickt und schneidet.'', Universal-Verlag Musterhausen 1990, ISBN-x000001101, S. 15</ref>

Dieses Wiki hat ein eigenes System bezüglich der Verwendung der Fußnoten (Referenzen, Einzelnachweise): Wird ein Autor im Fließtext zitiert, der nicht im Literaturabschnitt des betreffenden Artikels aufgeführt wird, dann wird die verwendete Quelle gänzlich angegeben.<ref>Mustermann, M.: ''Das Musterbuch'', Musterbuch-Verlag 2000, ISBN X000111001, S. 15</ref>

Wird ein Autor jedoch im Artikel mehrfach aus einem Werk zitiert, dann reicht in diesem Wiki die verkürzte Quellenangabe in der Fußnote, da das Werk vollständig im Literaturabschnitt genannt wird.<ref>Mustermann, M.: ''Das Musterbuch'', S. 15.</ref>

Bebilderung

Allgemeines

Dieses Wiki hat sich zur Aufgabe gemacht, europäisch-deutsche Geschichte nicht nur in Wort und Schrift, sondern auch im Bild zu dokumentieren. Daher spielen auch Land- und Darstellungsarten in ihm eine wesentliche Rolle.

Es ist dabei bestrebt, seinen eigenen Bilddateien-Fundus aufzubauen, da dieses Wiki im Bezug auf die Bilddarstellung einen anderen Fokus legt. Zwar können Bilder und Dateien von Wikimedia Commons in Artikel eingebunden werden, diese sind jedoch nach und nach durch eigene Dateien zu ersetzen. Detailkarten wird dieses Wiki nicht in jenem Rahmen erstellen, wie es in der Wikipedia und auf Commons üblich ist, sodass dort dann Zugriff genommen werden kann.

Die meisten Kartendarstellungen dieses Wikis fußen auf Kartenmaterial, das von Marble bereitgestellt wird und das public domain („gemeinfrei“) ist. Mit diesem freien Programm ist es möglich, ohne viel Arbeitsaufwand brauchbare Karten zu erstellen, zumal auch die Möglichkeit besteht, diese mit Relief zu unterlegen.

Kartendarstellungen Deutschlands 1949–1990

Im eingedenk dessen, dass bis zum 3. Oktober 1990 die Deutsche Frage nicht nur staats-, sondern auch völkerrechtlich offen war, ist es in diesem Wiki üblich, das bei Europakarten neben beiden deutschen Staaten (Bundesrepublik, DDR) auch die Oder-Neiße-Gebiete und das Gebiet der Freien Stadt Danzig dargestellt werden, ohne das damit jedoch ein Gebietsanspruch vonseiten des Wikis erhoben wird. Diese Darstellung geschieht schlicht aus dem geschichtlichen Kontext heraus. Andere ehemalige „Reichsgebiete“ wie das Sudeten- und das Memelland werden bei Bedarf gesondert dargestellt.

Sprach- und Dialektkarten

Deutschsprachiger Raum

In diesem Wiki werden dem Leser auch einige Sprach- und Dialektkarten zur Verfügung gestellt, die den jeweiligen Artikel ergänzen und den Fließtext bzw. den Artikelinhalt bildlich darstellen sollen.

Wer sich jedoch auf Commons und/oder der Wikipedia einerseits sowie dem Internet andererseits aber auch in der sprachwissenschaftlichen Fachliteratur umschaut, wird bemerken, dass es eine Vielzahl sich zum Teil widersprechender Darstellungsarten bezüglich deutscher Dialekte gibt. Das ist zum einen geschuldet, dass der jeweilige Ersteller sich an einer anderen Isoglosse bzw. an einem anderen Isoglossenbündel bei der Erstellung seiner Karte orientierte als der andere.

Man braucht nur die Sprach- und Dialektkarten zu vergleichen, von Wenker ab den 1880er-Jahren entstandenen Karte „Verteilung und Raumgliederung deutscher und niederländischer Sprache als Mundart der ländlichen Bevölkerung in Mitteleuropa um 1900“ (REDE, Sprachatlas von Unterfranken, Karte 3), die von Meyer (Deutsche Volkskunde – Geschichte der deutschen Lebensweise und Kultur, Karte „Deutsche Mundarten“, S. 363; erstellt von der Geografischen Anstalt von Wagner & Debes, Leipzig 1898), die noch als „neutralste“ der nachfolgenden Kartenbeispiele gilt, da sie hauptsächlich nur zwischen Nieder-, Mittel- und Oberdeutsch unterscheidet, und die von Polenz gezeichnete Karte „Gliederung des geschlossenen kontinentalgermanischen Sprachraums um 1990“ (erschienen in: Einführung in die Dialektologie des Deutschen, Abb. 62, S. 218), der von König gezeichneten Karte „Die deutschen Mundarten. Gliederung“ (dtv-Atlas zur deutschen Sprache, S. 230/31; welche anfänglich den ganzen niederländischen Dialektbereich als „niederdeutsch“ klassifizierte) zu vergleichen.

Diesen Karten muss man auch die Sprach- und Dialektkarten beistellen, die von Hutterer in seinem Standardwerk Die germanischen Sprachen veröffentlicht wurden („Schriftdialekte in mitteldeutscher Zeit“, S. 319 und „Historische Verbreitung der deutschen Mundarten“, S. 371), die schon innerhalb der Dialekteinteilung untereinander abweichen, sowie die von Schildt in Kurze Geschichte der deutschen Sprache veröffentlichte Karte Die deutschen Dialekte der Gegenwart, S. 151, die den Sprachraum der Oder-Neiße-Gebiete außen vor lässt. Zu guter Letzt sei noch die von Wiesinger entworfene Karte „Einteilung der deutschen Dialekte“ genannt, die auch im Metzler Lexikon Sprache (I. Auflage 1993, S. 136) vorzufinden ist.

Trotz allen Abweichungen ist diesen Darstellungsarten eines gemein: Sie alle leiten sich von der Wenkerkarte ab und wurden den entsprechenden Bedürfnissen modifiziert.

Alle Sprachkarten, die für dieses Wiki erstellt werden, werden von der Wenkerkarte abgeleitet sein, um dem Leser ein möglichst einheitliches Bild zu geben. Anhand dieser Karte werden auch die entsprechenden Sprach- und Dialektartikel des Wikis erstellt. Dabei bleibt es nicht aus, dass auch das Gebiet der niederländischen Dialekte mit abgehandelt werden, da dieses Wiki diesbezüglich unter dem Attribut „deutsch“ schlicht festlandgermanisch (kontinentalwestgermanisch) versteht.

Bei Beschreibung des Niederdeutschen (im eigentlichen Sinn) wird jene Dialektkarte herangezogen, die auch die Fehrs-Gilde in ihrem SASS Plattdeutsche Grammatik (Artikel „Große Mundartgruppen“) verwendet. Sie entspricht im Wesentlichen der nördlichen Wenkerkarte und wurde nur um Mittelpommersch ergänzt und umfasst im Westen auch das Niederrheinische, klammert aber die niedersächsischen Gebiete der Niederlande aus.

Bei Beschreibung der niederdeutschen Dialekte folgt dieses Wiki der traditionellen Einteilung und lässt die niedersächsischen Dialekte an der Westfälischen Linie (Einheitsplurallinie) enden.

Südgrenze des Niederdeutschen stellt für dieses Wiki die Benrather Linie (maken/machen-Grenze) dar, was bedeutet, dass der Berliner Dialekt zum Mittel- und nicht zum Niederdeutschen gehört. Was die Nordgrenze des Oberdeutschen betrifft, so folgt dieses Wiki hier den Vorgaben der Wenkerkarte.

Die Dialekteinteilung der „deutschen Mundarten“, wie sie von Bernhardi oder Maurmann vorgegeben wurden, ist für dieses Wiki als nicht maßgeblich zu betrachten. Vielmehr sind deren Karten als Galerie dem Artikel beizufügen.

Niederländischsprachiger Raum

Im Bezug auf National- und Kultursprachen stellt der niederländischsprachige Raum ein eigenständiges westgermanisches Sprachgebiet dar.

Bis zur Ausprägung des Neuniederländischen (17. Jahrhundert), was den de facto den Beginn der „sprachlichen Verselbstständigung“ darstellt, wird das niederländische Sprachgebiet als organischer Teil des deutschen Sprachgebietes betrachtet. Dies unter der Prämisse, dass „deutsch“ als westgermanisch zu begreifen ist.

Was die Darstellung niederländischer Dialekte angeht, so ist es in diesem Wiki üblich, dass primär die niederländische Auffassung in diesen Artikeln maßgeblich ist. So folgt die Dialekteinteilung dort auch den Vorgaben Daans, die diese 1969/70 verbindlich in die Niederlandistik eingeführt wurde.

Die Darstellung deutscher Gebiete mit niederländischer Kultursprache folgt der Darstellungskarte „Das Niederländische als Kultursprache deutscher Gebiete“ in: Niederländisch am Niederrhein, S. 27 .

Bezüglich der Zweisprachigkeit des Niederrheins folgt dieses Wiki der Darstellungskarte „Zweisprachigkeit am Niederrhein (1774)“ in: Niederländisch am Niederrhein, S. 91.

Im Abschnitt „Gliederung“ werden im Artikel „niederländische Dialekte“ die traditionelle germanistische und die traditionelle niederlandistische Auffassung sowie deren heutige Auffassung abgebildet.

Die verschiedenen Einteilungsmöglichkeiten anhand von Dialektkarten aus dem 19. und 20. Jahrhundert (van Ginneken, Goossens) sind in der Galerie abzubilden.

Einbindung von Originaldarstellungen

Originaldarstellungen wie Sprach- und Dialektkarten, Wahlplakate, Staatenkarten usw. sind üblicherweise urheberrechtlich geschützt. Dennoch ist dieses Wiki der Auffassung, dass diese artikel- und zweckgebunden sowie unverändert als „Bildzitate“ verwendet.

Hierbei ist zu beachten, dass alle nötigen Angaben zum Autor, der Quelle (in Form der Webseite) usw. angegeben werden und dass die hier entstandene Bilddatei eindeutig als Bildzitat gekennzeichnet und diese nur im zulässigen Rahmen verwendet wird.

Wird bei einem hier entstandenen Bildzitat nachträglich entdeckt, dass die betreffende Bilddatei doch nicht unter dieses fällt, oder es wird von betreffender Stelle gemeldet, dass die Verwendung der Bilddatei als Bildzitat nicht erwünscht ist, dann wird diese Datei natürlich umgehend gelöscht werden.

Fußnote

Nutzung von Community-Inhalten gemäß CC-BY-SA, sofern nicht anders angegeben.