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deutsche Ostgebiete pl., Ostgebiete des Deutschen Reiches (amtl.), Ostdeutschland (ugs.), Sammelbezeichnung, Toponym.

194590 unter Fremdverwaltung (Polen, UdSSR) stehende Gebiete Deutschlands, die sich östlich der Oder-Neiße-Linie befanden.

Von den Oder-Neiße-Gebieten abweichend wird hier vom Gebietsstand vom 1. September 1939 ausgegangen, sodass auch das Memelgebiet in die Ostgebiete miteinbezogen werden. Teile der deutschen Heimatvertriebenen (Sudetendeutsche Landsmannschaft) beziehen auch das 28 943 qkm große Sudetenland in Ostdeutschland bzw. in die deutschen Ostgebiete mit ein.

Seit 1981 existiert auf dem Gebiet der deutschen Ostgebiete (und darüber hinaus) ein sogenannter IV. deutscher Nachkriegsstaat im Vertriebenenstand (Exilstaat) in Form der Vereinigten Ostdeutschen Länder, deren Hauptorganisation die rechtsextreme Gemeinschaft Deutscher Osten darstellt.

Größe und Gliederung

Flächenmäßig machen die deutschen Ostgebiete 118 867 qkm aus.[1]

Von diesen entfielen auf Polen 101 094 qkm (Hinterpommern, Südostpreußen, Grenzmark Posen-Westpreußen, Schlesien), auf die ehemalige Freie Stadt Danzig 1914 qkm, auf Russland 13 202 qkm (Nordostpreußen) und auf Litauen 2657 qkm (Memelgebiet).[1]

Siehe auch

Fußnoten

  1. 1,0 1,1 Dieter Friede: Deutschland gevierteilt?, in: Fibel zur Deutschlandfrage, Bund der Vertriebenen (Hrsg.), Hermann Schroedel Verlag KG Hannover 1962, S. 84.
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