Der Deutsche Bund (1815–1866)

Deutscher Bund, umgangssprachlich Deutschland, Eigenname. Historischer Staatenbund, der zwischen 1815 und 1866 auf dem Gebiet des ehemaligen römisch-deutschen Reiches begründet wurde.

Neben den deutschen Bundesfürsten und den Vertretern der freien Städte hatten auch die Könige der Niederlande, Dänemarks und Großbritanniens als Vertreter Luxemburgs, Holstein-Lauenburgs und Hannovers Sitz und Stimmrecht im Bundestag, des Bundesparlamentes.

Die Gründung des Bundes war eine Folge des Einheitsstrebens der Deutschen, die sich als einheitliches Volk (verteilt auf mehrere Staaten) und als einheitliche Nation verstanden: Aus der bisherigen deutschen Kulturnation sollte die deutsche Staatsnation entstehen, was aus der Sicht der Fürsten zu verhindern galt. Als erster deutscher Staat forderte Preußen zu Beginn der europäischen Befreiungskriege (1813) die „Wiedererrichtung des deutschen Reiches“.

Fläche, Bevölkerung

Das Bundesgebiet umfasste 1815 rund 630 100 qkm, was etwa 11 495,11 deutschen Quadratmeilen[1] entsprach. Bevölkerungsmäßig wies dieser völkerrechtliche Verein etwa 32 070 200 Einwohner[1] auf.

1818 konnte das Bundesgebiet durch das zu Österreich gehörende Herzogtum Auschwitz-Zator erworben werden, wodurch der Gebietsumfang sich um 2478 qkm erhöhte und nun 632 578 qkm umfasste. Gleichzeitig stieg die Einwohnerzahl um rund 200 000 auf nunmehr 32 270 200.

1839 stellte einen Scheidepunkt der bisherigen deutschen Geschichte dar: Zum einen verlor das Bundesgebiet das überwiegend französischsprachige Westluxemburg an Belgien, das flächenmäßig etwa 4400 qkm mit rund 180 000 Einwohner aufwies. Zum anderen erhielt es „Deutsch-Limburg“ mit seinen 2132 qkm und etwa 147 527 Einwohnern, sodass der Gebiets- und Personenstand nun 630 310 qkm sowie 32 237 727 betrug. Diese beiden Faktoren sollten 1848/49 in die Lösung der nationalen Frage einfließen, da die Reichsverfassung von 1848/49 vom Stand 1839 ausging.

Im Zuge der Märzrevolution 1848/49 konnte Preußen sich durchsetzten, dass der überwiegende Teil seiner außerhalb der Bundesgrenzen liegenden Provinzen kurzfristig dem Bundesgebiet zugefügt wurden, wobei das bisherige Großherzogtum Posen nach nationalen Kritierien in einen deutschen und einen polnischen Teil aufgeteilt wurde. Mit dem Eintritt Deutsch-Posens, West- und Ostpreußens vergrößterte sich das Bundesgebiet formaljuristisch auf 712 258 qkm, wodurch der „deutsche Anteil“ Preußens von 199 823 qkm auf 281 771 qkm erhöhte. Gleichzeitig wuchs die Bevölkerungszahl dementsprechend auf 37 637 727 an.

Das dänische Herzogtum Schleswig, jenseits der Eider-Levensau-Linie gelegen, war überwiegend gemischtsprachig (Dänisch, Deutsch, Friesisch) besiedelt, umfasste etwa 9200 qkm mit 348 526 Menschen. Davon gehörten bekannten sich etwa 200 000 zur dänischen, 130 000 zur deutschen und etwa 12 000 zur friesischen Volksgruppe. Die Deutschen wiesen vor allem im Süden Schleswigs ein geschlossenes Siedlungsgebiet auf, waren aber darüber hinaus auch in zahlreichen nördlichen Sprachinseln ansässig. Die Friesen lebten entlang der Nordseeküste und auf den vorgelagerten Inseln. Aufgrund der Tatsache, dass das dänische Königshaus geschworen hatte, dass Schleswig-Holstein „auf ewig ungeteilt bleiben“ sollte, wurden im Deutschen Bund Stimmen laut, auch Schleswig zum Bundesgebiet zu erklären. Die Verfassung von 1848 besaß daher einen entsprechenden Passus, der das „deutsche Reich“ aufforderte, mit Dänemark entsprechende Verhandlungen zu führen. Wären diese Pläne verwirklicht worden, dann hatte der Gebietsstand des Deutschen Bundes 721 458 qkm und der Personenstand 37 986 253 betragen.

Dem Kaiserthum Oesterreich gelang es nicht, gleich Preußen, mit allen seinen Gebietsteilen in das deutsche Reich einzutreten, zog es sich enttäuscht aus dem Paulskirchenparlament zurück und die großdeutsche Idee war gescheitert. 1850 gründete Preußen die Erfurter Union, um die nationale Frage nun kleindeutsch zu lösen, doch es scheiterte damit. 1851/52 wurde der Gebietsstand des Bundes von 1839 wiederhergestellt und alle bisherigen Gebietserweiterungen zurückgenommen.

Chronik

Die deutschen Befreiungskriege gehören zur Vorgeschichte des späteren Deutschen Bundes. Deswegen werden diese in diesem Abschnitt kurz angerissen.

Im Februar 1813 kam es im Bündnis von Kalitsch, dem im März der Aufruf des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm III. (1797–1840) folgte. Dieser richtete auch einen Aufruf an das ihm unterstellte Kriegsheer und stiftete eine Auszeichnung als Tapferkeitsorden, die später als mehrfach wiederbelebt wurde: das Eiserne Kreuz.

Am 2. Mai 1813 erfolgte die Schlacht bei Großgörschen, der bereits am 20./21. Mai die Schlacht bei Bautzen folgte. Am 12. August des Jahres begann zudem der Österreichisch-Französische Krieg, dessen Höhepunkte die Schlacht bei Großbeeren (23. August) und die Schlacht an der Katzbach (26. August) darstellten.

Am 27. August 1813 fand die Schlacht bei Dresden und drei Tage später die militärischen Auseinandersetzungen bei Kulm und Nollendorf statt.

Am 6. September 1813 erfolgte die Schlacht bei Dennewitz, der am 8. Oktober der Vertrag von Ried folgte; zwischen dem 16. und 19. Oktober fand die Entscheidungsschlacht bei Leipzig statt, in der sich der Franzosenkaiser Napoleon Bonaparte (1769–1821) einer europäischen Militärallianz gegenüber sah, die aus Preußen, Österreich, Schweden und Russland gebildet wurde. Des Franzosenkaisers Niederlage wurde besiegelt, als sich, für diesen völlig unerwartet, die Truppenverbände des Rheinbundes auf die Seite der Gegner stellten. Bis zum November 1813 wurden die französischen Truppen über den Rhein zurückgedrängt und der Rheinbund löste sich infolgedessen auf.

Ab 1814 setzten sich die kriegerischen Auseinandersetzungen auf französischem Territorium fort: 1. Februar 1814 Schlacht bei Rothière und 20. März Schlacht von Arcis-sur-Aube. Am 31. März 1813 zogen die Truppen der europäischen Militärallianz in Paris ein, wo Bonaparte entmachtet und abgesetzt wurde. Dessen Nachfolger wurde Ludwig XVIII. (1755–1824) als rechtmäßiger französischer König. Dieser schloss den I. Pariser Frieden, welcher Frankreich den Gebietsstand von 1792 garantierte.

1815–1839

Ab 1814 fand in der habsburgischen Reichs- und Residenzstadt Wien ein internationaler Kongress statt, der über die Neuordnung Europas entscheiden sollte. Auch die nationale Frage der Deutschen sollte entschieden werden und man verhandelte dort über ein Fürstenbündnis, das die Nachfolge des römisch-deutschen Reiches darstellen sollte.

Die Staaten Deutschlands werden unabhängig und durch ein föderatives Band vereint sein. —   Art. VI des Pariser Friedens vom 30. April 1814, zitiert nach: Dieter Blumenwitz: „Denke ich an Deutschland“, Textband, S. 42.

Der Deutsche Bund wurde am 8. Juni 1815 infolge des Wiener Kongresses als Rechtsnachfolger des alten Reiches gegründet, das mit der Gründung des Deutschen Rheinbundes unterging. Auf seinem Zenit (1817) umfasste das Bundesgebiet 39 Bundesstaaten.

Der Deutsche Bund war als Staatenbund konzipiert, dessen Glieder sich durch staatliche Souveränität auszeichneten und die untereinander kein Ausland darstellten.

Art. I der Bundesakte bezeichnete die Staatenverbindung als ‚beständigen Verein‘, Art. I der Schlußakte als ‚völkerrechtlicher Verein der deutschen Fürsten und Souveräne‘. Nach moderner Terminologie wird man von einem unauflöslichen Staatenbund sprechen können: Gemäß Art. V der Schlußakte stand der Austritt keinem der 38 Mitglieder (darunter der König von Dänemark für Holstein und der König von Holland für Luxemburg) frei. —   Dieter Blumenwitz: Denke ich an Deutschland, Textband, S. 42.

Noch während des Kongresses kehrte Napoleon Bonaparte aus der Verbannung zurück und sammelte einstige Anhänger zusammen, mit denen er eine schlagkräftige Armee zusammenstellte. Mit dieser Armee landete er am 1. März 1815 bei Cannes und rückte anfänglich unaufhaltsam gegen Frankreich vor. Am 16. Juni fand die Schlacht bei Ligny statt, der nur zwei Tage später die Schlacht bei Belle Alliance folgte. Bei derSchlacht von Waterloo wurde der französische Ex-Kaiser jedoch vernichtend geschlagen. Am 7. Juli erfolgte die zweite Einnahme von Paris und am 26. September 1815 wurde die Heilige Allianz aufgestellt. Am 7. November erfolgte der II. Pariser Friede und infolge des europäischen Konzeptes hatte sich Großbritannien durchgesetzt, dass Bonaparte endgültig auf die Atlantikinsel St. Helena verbannt wurde, wo dieser letztendlich auch verstarb.

Durch den Deutschen Bund erhielt der deutsche Adel all jene traditionellen Rechte zurück, die ihm durch Bonaparte entzogen worden waren. Seine Herrschaft sah der Adel nun als „gottgegeben“ an. Um einen möglichen Wechsel der Staatsform zu verhindern, herrschten im Bundesgebiet Zensur und polizeiliche Überwachung.

Das liberale Bildungsbürgertum, welches sich in der deutschen Bewegung begründet sah, empfand die Stärkung des Adels einen Angriff auf die Menschenrechte, insbesondere auf die Grundrechte, die ihm die Franzosenzeit gebracht hatten. Denn neben Religions- und Versammlungsfreiheit hatten Bonaparte ihm auch das Recht auf freie Meinungsäußerung und die Pressefreiheit garantiert. Deutschland sollte nach Willen des Bildungsbürgertums durch Freiheit, Volkssouveränität und parlamentarische Monarchie geprägt sein. Seit der Aufklärung (Ende des 18. Jahrhunderts) war es der Auffassung, dass das Volk den eigentlichen Souverän darstellte, der sich selbst seine Staatsform geben könne.

Bis zum Jahr 1830 führten einige Staaten des Bundes tatsächlich auch Verfassungen und Staatsgrundgesetze für ihr Territorium ein. Andere planten zwar die Einführung, führten diese jedoch nicht aus. Vor allem Preußen und Österreich, aber auch die beiden mecklenburgischen Staaten blieben bis 1918 reine Ständestaaten, die weder verfasst waren, noch eine verfassungsmäßige Ordnung darstellten.

1830/32 kam es in Frankreich, Belgien und Russisch-Polen zu revolutionären Aufständen, die auch von der deutschen Nationalbewegung begeistert aufgegriffen und unterstützt wurden: Staat und Gesellschaft sollten eine Demokratisierung erfahren, derweil propagiert wurde, dass die Staatsgrenze mit der Sprachgrenze identisch sein solle. Das kam der Aufforderung nach der Zerschlagung der bisherigen Nationalitätenstaaten, insbesondere Österreichs und Preußens, gleich.

Im Mai 1832 fand auf Schloss Hambach das sogenannte Hambacher Fest statt, dass ein Bekenntnis zur deutschen Einheit, zum deutschen Nationalstaat und zur Lösung aller nationaler Fragen darstellte. Deutschland sollte nach Willen der Nationalbewegung zum zentralistisch-uniarischen Einheitsstaat in Form einer demokratischen Republik umgestaltet werden, indem man die Monarchien gänzlich abschaffen wollte. Im gleichen Jahr entstand auch die Arbeiterbewegung, die durch frühsozialistische Forderungen auf sich aufmerksam machte. Nach 1832 brachen diese Strömungen jedoch wieder zusammen, um 1848/49 erneut blutig wieder aufzubrechen. (→ Belgische Revolution von 1830, Polnische Revolution von 1830/31)

1839–1852

1839 erfolgte die Abtretung des mehrheitlich französischsprachigen Welschluxemburgs an das neun Jahre zuvor ausgerufene Belgien. Als Ausgleich dessen trat Niederländisch-Limburg als „Deutschlimburg“ in den Bund ein. Der niederländische König verwaltete in Personalunion als Großherzog von Luxemburg beide Gebietsteile im Bundestag, wo er als Vertreter von Luxemburg-Limburg Sitz und Stimme hatte.

Am 22. März 1833 unterzeichneten die Glieder des Deutschen Bundes den Zolleinigungsvertrag, der am 1. Januar 1834 in Kraft trat. Dieser regelte im damaligen Bundesgebiet die einheitliche Handels- und Zollpolitik zwischen ihnen, sodass der Deutsche Bund als einheitlicher Binnenmarkt galt.

Der von Preußen etablierte Zollverein galt als dessen Machtinstrument und löste den bisherigen preußisch-hessischen und den mitteldeutschen sowie den süddeutschen Zollverein ab. In seiner Anfangsphase umfasste der Zollverein Preußen, Hessen-Darmstadt, Hessen-Kassel, Bayern, Sachsen und Württemberg sowie die sächsischen Herzogtümer, das spätere Thüringen.

Bis 1842 traten noch weitere Staaten des Deutschen Bundes dem Zollverein bei, der damit flächenmäßig etwa 425 000 qkm umfasste. Durch die dortige preußische Hegemonie galt der Verein als Vorreiter der späteren kleindeutschen Lösung, da die deutschen Gebiete Österreichs außen vor blieben. (Nach der Gründung des Deutschen Reiches würden zudem dessen Hoheitsaufgaben auf das Reich übergehen und Luxemburg, das ebenfalls nicht in die deutsche Nationalstaatsbildung herangezogen wurde, würde ihm noch bis 1919 angehören.)

1848 kamen auch im Bundesgebiet revolutionäre Strömungen auf, die in der deutschen Revolution von 1848/49 ihren Höhepunkt fanden. So forderte die 1832 entstandene deutsche Nationalbewegung die Reorganisation des Bundesgebietes in einen deutschen Nationalstaat namens „deutsches Reich“, welches sich an den Grenzen von 1839 orientieren und die offene nationale Frage der Deutschen klären sollte.

Ich sage, die einzige gültigste Naturgrenze mach die Sprache. […] Die verschiedenen Sprachen machen die natürlichste Scheidewand der Völker und Länder, […] Deutschland hieß nur das Land der deutschen Zunge, aber das war auch ganz deutsch. —   Ernst Moritz Arndt, 1813.

1848 trat das aus freien Wahlen hervorgegangene Paulskirchenparlament zusammen, welches das erste gesamtdeutsche Parlament darstellte. Es begann unverzüglich eine Verfassung auszuarbeiten, die aus dem bisherigen Staatenbund einen zentralistisch-uniarischen Einheitsstaat machen sollte, dessen Grenzen sich an das damals vorherrschende Nationalstaatsprinzip orientieren sollte. Zudem sollte eine parlamentarische Erbmonarchie eingeführt werden, die entweder das Haus Habsburg (großdeutsche Lösung) oder an das Haus Hohenzollern (kleindeutsche Lösung) stellen sollte. Als Reichsverweser wählten die Abgeordneten Johann von Österreich (1782–1859), der von den Deutschen wie ein Staatsoberhaupt aufgenommen wurde, und zahlreiche Städte schmückten sich mit Schwarz-Rot-Gold, wenn dieser sie besuchte.

Das deutsche Reich besteht aus dem Gebiete des bisherigen deutschen Bundes. —   Verfassung des Deutschen Reiches vom 28. März 1849, ‚Abschnitt I: Das Reich‘, Art. 1, § 1.

Die primäre Frage drehte sich also im Paulskirchenparlament, ob die deutsche Einigung mit oder ohne Österreich vonstattengehen sollte. Innerhalb des Bundes bestand ein Dualismus zwischen beiden Großmächten und man einigte sich darauf, dass alle Bewohner des Bundesgebietes „Deutsche“ seien, unabhängig von Sprache und Kultur.

Das deutsche Volk besteht aus den Angehörigen der Staaten, welche das deutsche Reich bilden. —   Verfassung des Deutschen Reiches vom 28. März 1849, ,Abschnitt IV: Die Grundrechte des deutschen Volkes‘, Art. 1, § 131.

Die slawischen Völker innerhalb des Deutschen Bundes verweigerten ihre Teilnahme an der Gestaltung eines möglichen deutschen Nationalstaates. Sie seien Slawen, keine Deutschen, so argumentierten ihre Vertreter. Stattdessen hielten sie zeitgleich in Prag den I. panslawistischen Kongress ab, der von ihnen auf Deutsch abgehalten wurde, weil sie sich nicht auf eine verbindliche Kongresssprache hatten einigen können. Die Italiener wiederum waren dort vertreten, um ihre Loslösung vom Deutschen Bund und die Schaffung eines italienischer Nationalstaates zu vertreten.

Letztendlich scheiterte die deutsche Frage an die österreichische Ablehnung auf seine nichtdeutschen Gebiete zu verzichten, sodass 1849 der König von Preußen begann, mit der Erfurter Union die nationale Frage im kleindeutschen Rahmen zu lösen.

Im April 1849 trugen die Vertreter der kleindeutschen Idee Friedrich Wilhelm IV. (1795–1861) die deutsche Kaiserwürde an, welcher diese jedoch schroff ablehnte, weil sie mit dem „Geruch von Revolution“ behaftet war. Daraufhin kam es in Dresden, der Rheinpfalz und in Baden zu erneuten Aufständen. Diese nötigten unter anderem Preußen, im Dezember 1849 eine Verfassung einzuführen, die sich eng an den Vorgaben der Paulskirchenverfassung orientierte. Zudem vereinigte es nun die süddeutschen hohenzollernschen Lande mit Brandenburg-Preußen. Auch Österreich führte infolge dieser Aufstände ein Staatsgrundgesetz für seine Gebiete ein, die de facto eine Gesamtverfassung für die Gesamtmonarchie darstellte.

1852–1866

1852 wurden alle parlamentarisch-demokratischen Neuerungen von den Bundesfürsten zurückgenommen und der Status quo von 1848 wiederhergestellt. (→ Restauration)

1866 schlossen sich die Bundesstaaten nördlich der Mainlinie zum Norddeutschen Bund zusammen, der als Militärbündnis begründet und rasch zum föderalen Bundesstaat organisiert wurde.

Nach dem „deutschen Bruderkrieg“ zwischen den beiden deutschen Großmächten (Preußen, Österreich) erfolge am 24. August 1866 die Auflösung des Deutschen Bundes und die Vorbereitung der kleindeutschen Lösung, die 1870/71 erfolgte und die Österreich, und seine deutsche Wohnbevölkerung, aus der deutschen Einheit ausschließen sollte.

Siehe auch

Fußnoten

  1. 1,0 1,1 Bernhart Jähnig: Kleiner Atlas zur deutschen Territorialgeschichte, S. 169.
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