Deutsche-Geschichte-Wiki
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Deutsches Bundesgebiet, auch Territorium der BRD (DDR-Deutsch), Eigenname. Offizielle Bezeichnung des Staatsgebietes der 1949 durch westalliierten Befehl gegründeten Bundesrepublik Deutschland, wie es in Art. 23 GG a. F. bis zum 3. Oktober 1990 Bestand hatte.

Fläche

Deutschland als Ganzes und die alliierten Besatzungszonen (1947)

Das geteilte Deutschland (1949–1990) und die Vier-Sektoren-Stadt Berlin

Die Bundesrepublik stellte den westlichen Teil Nachkriegsdeutschlands dar, der wirtschaftlich bereits in der sogenannten Tri-Zone zusammengeschlossen war.

Bei ihrer Gründung umfasste die Bundesrepublik eine Fläche von 246 066 qkm, da das Saarland politisch und wirtschaftlich Frankreich angeschlossen war. Von dieser Fläche entfielen 480 qkm auf Westberlin.

Die Flächenausdehnung des westdeutschen Teilstaates machte nach Beitritt des Saarlandes (1957) zum Bundesgebiet 248 636 qkm aus.

Bis 1969/70 gingen die Bundesregierungen davon aus, dass Deutschland in den Grenzen vom 31. Dezember 1937 völker- wie staatsrechtlich existent, aber mangels staatlicher Organe handlungsunfähig sei. Das staatliche Leben konzentriere sich seit 1949 in den beiden Staaten, Bundesrepublik und DDR, derweil die Ostgebiete des Deutschen Reiches seit 1945 unter polnischer und sowjetischer Auftragsverwaltung stünden. Da die Bundesrepublik der freie Teil Deutschlands sei, sei diese allein berechtigt, international für Deutschland sprechen zu dürfen, da der DDR als sozialistische Volksdemokratie jegliche Legitimität fehle. Daher mache das Staatsgebiet Deutschlands auch 470 713 qkm aus, von denen 108 217 qkm auf „Mitteldeutschland“ fielen, von denen wiederum 409 qkm zu Ostberlin gehörten. „Ostdeutschland“ mache 114 296 qkm auf, die zu meist von Polen verwaltet würde.

Siehe auch