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Ethnonationalismus sg., auch ethnischer Nationalismus, Substantiv, Maskulinum, Schlagwort, Kampfbegriff, Geopolitik, Ethnografie, Soziologie. Nationalismusströmung, die sich als Abstammungsgemeinschaft definiert, deren Angehörige über ius sanguinis „Recht des Blutes“ miteinander verbunden sind. Kam im 19. Jahrhundert mit dem Nationalstaatsbestreben der europäischen Völker auf, die bestrebt waren, das Nationalstaatsprinzip (Sprachgrenze gleich Staatsgrenze, eine Sprache gleich ein Volk) durchzusetzen. Daher wird die hier beschriebene Nationalismusform auch vielfach mit dem Sprachnationalismus gleichgesetzt.

Der von der Neuen Rechten vertretene Ethnopluralismus stellt die Klammer zwischen den einzelnen Ethnonationalismen dar, da dieser sich auf die „Vielfalt der Völker“, also auf die Reinheit der bestehenden Ethnien, stützt.

Kennzeichen

Ethnonationalismus gehört daher zu den exklusiven Nationalismen, da er bestimmte Volksgruppen, Ethnien usw. ausgrenzt. Der deutsche Nationalismus und die sich daraus ableitenden Formen (Deutschnationalismus, völkischer Nationalismus), aber auch der dietsche Nationalismus im niederländischen Sprachraum sind Ausprägungen des Ethnonationalismus.

Siehe auch

  • Inklusiver Nationalismus
  • Kulturnationalismus
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