lateinische Sprache (lingua latina), Eigenname. Romanische Sprache, die aufgrund des Aufstiegs des Römischen Reiches zur damaligen Weltsprache aufstieg. Zentrum der Sprache war Rom (Roma). Ihre Sprecher nannten sich Römer, Beiwort ist lateinisch.

Die Sprache ist seit dem 5./6. Jahrhundert v. Chr. bekannt und diese Sprachstufe wird heute als Frühlatein bezeichnet. Das sogenannte Altlatein ist seit dem 3. Jahrhundert vor Chr. bekannt und diente als Basis des klassischen Lateins.

Die lateinische Sprache war Kultur- und Verwaltungssprache des Römischen Reiches und wurde im Zuge dessen territorialer Expansion dominierende Verkehrssprache im (vor allem) westlichen Mittelmeerraum.

In den verschiedenen Provinzen des Reiches entwickelten sich im Frühmittelalter nach und nach zahlreiche romanische Umgangssprachen auf Basis des Lateinischen, das sogenannte Vulgärlatein.

Nach dem Untergang des Weströmischen Reiches im 5. Jahrhundert wurde die lateinische Sprache offizielle Sprache des römisch-deutschen Reiches sowie der Königreiche Ungarn und Polen.

Darüber hinaus war sie offizielle Sprache der römisch-katholischen Kirche und Sprache der Wissenschaft sowie der Politik. Lateinisch nahm also jene Funktion ein, die heute das Englische übernommen hat.

Synonyme und Nebenformen

  • römische Sprache

Etymologie und Anwendung

Der Begriff Latein leitet sich von latinum bzw. latinus ab, die ihre Wurzeln in der historischen Landschaft Latinum besitzen; jener Region zwischen dem Tiber und Kampanien.

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