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Bundesarchiv Bild 146-2007-0003, Soldaten bei der Verhaftung von Stadträten

„Stoßtrupp Adolf Hitler“ bei der Verhaftung von Stadträten. Im Vordergrund eine Hakenkreuzarmbinde als Symbole einer frühen SA-Dienststellung.

Hakenkreuzarmbinde, offiziell Kampfbinde der NSDAP oder auch Sturmbinde der NSDAP, Substantiv, Femininum, ideologisch, politisch. Die Einführung der hier beschriebenen Armbinde steht in enger Verbindung mit der von Adolf Hitler (1889–1945) im Sommer 1920 initiierten Ordnergruppe der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP), deren erste behördliche Erwähnung als einer „mit Hakenkreuz-Armbinden versehene Ordnertruppe“ vom 5. September 1920 datiert.[1]

Bezug, Vorgaben Bearbeiten

Zwischen 1921 und 1923 wurden die Hakenkreuzarmbinden von den Mitgliedern der NSDAP und der im August 1921 aufgestellten Sturmabteilung der NSDAP selbst hergestellt oder über Schneider bezogen, denen die Herstellung übergeben wurde. Doch aufgrund der unterschiedlichen Herkunft der Hakenkreuzarmbinden variierte deren Größe massiv, wie alte Fotodokumente aus den entsprechenden Zeiträumen zeigen. Einzig und allein die Gestaltung von der Parteiführung vorgegeben.

Ab 1925 waren die Vorgaben bezüglich der von der Partei anerkannten Hakenkreuzarmbinden streng reglementiert worden und diese mussten strengen Parteivorgaben entsprechen. So musste anfänglich jede Armbinde vom jeweiligen Kreis- oder Ortsgruppenleiter der Partei kritisch überprüft und abgenommen werden; nach dem Bestehen der Prüfung erhielten diese Armbinden einen Stempelabdruck auf der linken Vorderseite, wobei der Stempelabdruck die Tuchunterlage und den Hakenkreuzspiegel der Armbinde überschnitt.[2] Später erhielten die Armbinden einen Stempelabdruck der Reichszeugmeisterei der NSDAP auf der Rückseite. Die Herstellung oblag nun zwischen 1933 und 1945 einigen von der NSDAP beauftragen Bekleidungsfirmen.

Herstellung Bearbeiten

Wie bereits früher erwähnt, wurden die frühen Hakenkreuzarmbinden entweder selbst oder bei Schneidereien, die der Partei und/oder einzelnen NSDAP-Mitgliedern nahestanden, hergestellt. Ab 1933 wurde die Herstellung der Armbinden von der parteieigenen Reichszeugmeisterei an Bekleidungsunternehmen vergeben. Im Zuge des II. Weltkrieges (1939–1945) nahm die Qualität der Hakenkreuzarmbinden ab, zumal nun schnellstens große Mengen von ihnen hergestellt werden mussten. Allein die Hakenkreuzarmbinden des politischen Führerkorps des Deutschen Reiches und die Armbinden der Partei- und Paradeuniformen der sogenannten Kampfverbände der NSDAP behielten bis zur bedingungslosen Kapitulation der Deutschen Wehrmacht eine gleichbleibend hochwertige Qualität auf.

Die Hakenkreuzarmbinde als solche konnte aus verschiedenen Materialien hergestellt werden. So sind Exemplare aus schwerem Wollstoff (Baumwolle), Filz, Leinen und Abzeichentuch bekannt, die rot eingefärbt waren. Später wurden sie auch im Siebdruckverfahren hergestellt oder durch Matrizen handbedruckt. Bei maschinengewebten Exemplaren wurden die Einzelheiten per Hand auf den Stoff eingestrickt.[3]

Gestaltung, Größen Bearbeiten

Die Gestaltung der Hakenkreuzarmbinde folgte der im Dezember von Hitler entworfenen Hakenkreuzfahne und war in den „deutschen FarbenSchwarz-Weiß-Rot gehalten: Auf einem roten Untergrund lag ein weißer Hakenkreuzspiegel (Scheibe) aus Ripsband oder Seidenrips, in dessen Zentrum sich ein schwarzes schwebendes Hakenkreuz befand. In einigen frühen Armbinden waren abweichend davon auch stehende Hakenkreuze aufgebracht, wobei sich diese Armbinden an entsprechende Hakenkreuzfahnen orientierten.

Das Hakenkreuz als politisches Symbol hatte sich Hitler von der deutschvölkischen Thulegesellschaft entliehen, wo es als „sichtbares Zeichen des arischen Kampfes gegen das Judentum“ diente.

Die Standardgrundfarbe der Hakenkreuzarmbinde war rot, indes die Grundfarbe der Armbinde für politische Leiter ab der Kreisleitung hochrot war. Die Hakenkreuzarmbinden in der Reichsleitung der NSDAP war karmesinrot.

Die Breite der Hakenkreuzarmbinde zwischen 1921 und 1923 oder zwischen 1925 und 1930 betrug 7,5 cm. Ab 1930 wurde breiteren Hakenkreuzarmbinden der Vorzug gegeben, deren Breite bis zu 12,5 cm betragen konnte.[3] Heute werden in Militariaforen und -börsen auch authentische Hakenkreuzarmbinden angeboten, deren Maße 21 × 12 cm, 20 × 14 cm, 18,5 × 10 cm und 18,2 × 10 cm betragen. Der Hakenkreuzspiegel hatte in allen Varianten einen Durchmesser von 8,5 cm und das Hakenkreuz als zentrales Symbol eine Höhe von 5,5 cm.

Tragweise Bearbeiten

Hakenkreuzarmbinden wurden ohne Ausnahme am linken Oberarm getragen, sodass sich deren oberer Rand genau in der Mitte zwischen Schulter und Ellenbogen befand; der untere Rand der Armbinde schloss über der Ellenbogenspitze ab. Der Hakenkreuzspiegel musste mittig auf dem Oberarm liegen und um ein Verrutschen der Hakenkreuzarmbinde zu verhindern, wurde sie am Ärmel festgenäht.

Bevor die Anbringung der Armbinde (und somit auch ihre Tragweise) 1932 wie oben beschrieben reglementiert wurde, war die Tragweise zwischen 1921 und 1923 sowie zwischen 1925 und 1932 eher „wild“. Vorgeschrieben war den Trägern einer Hakenkreuzarmbinde nur, dass diese am linken Oberarm anzubringen war und das sie in den deutschen Farben des einstigen Kaiserreiches gehalten sein musste. So erscheinen frühe Formen der Hakenkreuzarmbinde in Fotodokumenten der 1920er und 1930er Jahre einmal über den Ellenbogen, einmal darunter, einmal zeigte der Hakenkreuzspiegel nach vorne, einmal zeigte dieser nach hinten. Dies war eine unmittelbare Folge, dass die frühen Armbinden nicht angenäht waren, sondern schlicht mit einem in der Armbinde vernähten Wäschegummi am Arm gehalten wurden und so schnell verrutschen konnten.

Mit Einzug der NSDAP in verschiedene Länderparlamente und in den Deutschen Reichstag gelangten dort auch zahlreiche Vertreter des SA- und SS-Führerkorps zu Mandaten. Nun sah sich die Reichsleitung der NSDAP genötigt, eine exakte Kleiderordnung für die NS-Kampfverbände festzulegen, in der auch die Tragweise der Armbinde und die Position des Hakenkreuzspiegels geregelt wurden.

Während zum „kleinen Dienstanzug“ und/oder dem Gesellschaftsanzug der Politischen Leiter der NSDAP eine Hakenkreuzarmbinde aus schwerem Wollstoff getragen wurde, wurde diese beim großen Dienstanzug der Partei oder zum Braunhemd der Partei generell durch eine leichte Ausführung, die entweder gewebt oder gedruckt sein konnte, ersetzt.

Armbinden der NSDAP, der NS-Kampfverbände und der angeschlossenen Organisationen Bearbeiten

1920–1923 Bearbeiten

Armbinde der NSDAP

Armbinde der NSDAP, der SA, des NSKK und des NSFK sowie der angeschlossenen Verbände

Armbinde der NSDAP, auch Kampfbinde der NSDAP, war die offizielle Bezeichnung jener Hakenkreuzarmbinde, wie sie ab Sommer 1920 von der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei verwendet wurde. Bis zur Einführung des offiziellen Parteiabzeichens der NSDAP (August 1920)[4] war diese Armbinde das alleinige Erkennungsmerkmal und äußeres politisches Symbol der Partei, das bis 1923 auch von anderen deutschsprachigen nationalsozialistischen Bewegungen übernommen wurde. In der Allgemeinheit wurde auch von der NSDAP-Binde oder von der NSDAP-Armbinde gesprochen, wenn diese Hakenkreuzarmbinde gemeint war.

Die Hakenkreuzarmbinde ist das erste Zeichen der Zusammengehörigkeit von Nationalsozialisten. Sie war in der Kampfzeit der sichtbarste Ausweis für die aktiven Kämpfer des Führers, die sich Spott und Verfolgung und blutigem Terror aussetzten, wenn sie dieses Zeichen anlegten. Mit ihm haben sie den Kampf um Deutschland gewonnen. Heute bemüht sich das ganze deutsche Volk, es diesen ersten Nationalsozialisten an Opfermut, Einsatzbereitschaft und echter Gesinnung gleichzutun.
Zur ewigen Mahnung an jene, die mit ihrem Leben für den Sieg des Hakenkreuzes kämpften, und um das Bewußtsein der Pflicht gegenüber dem Führer und seiner Bewegung zu wecken und wachzuhalten, ist bei Veranstaltungen der Partei, deren Gliederungen und angeschlossenen Verbänden oder des Staates auch weiterhin den zivilen Teilnehmern gestattet, die Hakenkreuzbinde zu tragen.
Die Erlaubnis erstreckt sich nur auf geschlossene Verbände von Fachschaften, Betriebsgemeinschaften usw., die Teile oder Angehörige eines angeschlossenen Verbandes der Partei sind.
Nach Schluß der Veranstaltung ist bei Auflösung des geschlossenenen Verbandes die Armbinde abzulegen.
Grundsätzlich ist den uniformierten Teilnehmern das Tragen der Hakenkreuzarmbinde ebenfalls gestattet, sofern nicht staatliche oder behördliche Bestimmungen diesem entgegenstehen.
—   Eintrag „Hakenkreuzarmbinde“ in: „Organisationsbuch der NSDAP“, 7. Auflage 1943, S. 37.

1925–1945 Bearbeiten

Nach dem Wiederaufbau der NSDAP, welcher zwischen dem 27. Februar 1925 und dem 1. November 1926 erfolgte, kam es auch zur Wiedereinführung der „Kampfbinde der NSDAP“, dieses Mal als wesentlicher Bestandteil der Parteiuniformierung. Die Armbinde der NSDAP wurde nun nicht nur von der parteieigenen Sturmabteilung (SA), sondern auch von Hitlers persönlicher Leibgarde, der Schutzstaffel (SS) getragen. Deren Armbinde („Kampfbinde der SS“) wich durch Hinzufügung zweier schwarzer Randstreifen von der SA-Binde ab. Im Zuge des nationalsozialistischen Uniformwahns, jede Gliederung und jeder angeschlossene Verband der Partei besaß ihre eigene Uniform, existierten bis 1938 etwa achtunddreißig Varianten der von der NSDAP verwendeten Hakenkreuzarmbinde.[5]

Die Hakenkreuzarmbinde der NSDAP bildete die Grundlage aller anderen Armbinden, die in der NSDAP, in deren Gliederungen und in den angeschlossenen Verbänden verwendet wurde. Ausführung und Maße waren mit der SA-Armbinde („Kampfbinde der SA“) identisch und diese wurde auch vom Nationalsozialistischen Kraftfahrkorps (NSKK), vom Nationalsozialistischen Fliegerkorps (NSFK), der Deutschen Arbeitsfront (DAF), dem Reichsarbeitsdienst (RAD), dem Nationalsozialistischen Reichskriegerbund und dem Deutschen Kolonialkriegerbundes sowie der Organisation Todt verwendet. Letztere Armbinde wich von den übrigen dadurch ab, dass oberhalb der Armbinde ein weißes oder graues Ärmelband mit der Aufschrift „Org. Todt“ angebracht war.[6][7][8][9][10][11][12][13][14][15][16][17][18][19][20][21][22][23]

Lediglich die Armbinden der HJ und des NS-Studentenbundes wichen designtechnisch von den übrigen NS-Armbinden ab. Erste wurde geschaffen, um auf das ursprüngliche Mindestalter ihrer Träger hinzuweisen.[24][25][26][27] Zweitere als Hinweis darauf, dass der Träger keinem klassischen NS-Kampfverband angehörte.

Ab Oktober 1944 wurde die Hakenkreuzarmbinde zudem als Uniformersatz des Deutschen Volkssturms verwendet, obgleich dieser über eine eigene Armbinde verfügte.[28]

Dienststellungsarmbinden der NSDAP Bearbeiten

In den Anfangstagen der NSDAP, insbesondere zwischen 1921 und 1923, wurde die Rangstellung eines Parteimitgliedes innerhalb der Partei durch verschiedene Querstreifen auf der Hakenkreuzarmbinde dargestellt. Diese Praxis wurde nach dem Neuaufbau der Partei wieder aufgenommen und weiterentwickelt. Vor allem in der SA und der ihr unterstellten SS wurden die Dienstgrade zwischen 1925 und 1930/32 durch ein Querstreifensystem dargestellt, dass sich der Farben Silber (weiß) und Gold (gelb) bediente. Durch die Einführung der Dienstgradspiegel wurde dieses System de facto überflüssig und wurde nach 1933 endgültig aufgegeben, als zusätzlich zu den Kragenspiegeln Schulterschnüre zu den Uniformen eingeführt wurden.

Mitte der 1930er Jahre wurde das System der Dienststellungsarmbinden von der NSDAP-Reichsleitung wieder aufgenommen und ausgebaut, um so auf die Elitestellung der Politischen Leiter innerhalb der Partei, insbesondere in der Reichs- und Gauleitung, der Kreisleitung und in den Ortsgruppen hervorzuheben.

Armbinden der SA Bearbeiten

1921–1923 Bearbeiten

SA-Armbinde, offiziell Kampfbinde der SA oder Sturmbinde der SA, offizieller Bestandteil der SA-Uniform, die am linken Oberarm getragen wurde. In ihrer Anfangszeit führte die SA die allgemeine Hakenkreuzarmbinde der NSDAP. Aufgrund ihres Charakters als Wehrverband wurde die Armbinde auch „Kampfbinde“ genannt.

Im Zuge ihrer Einbindung als paramilitärischer Wehrverband der völkischen Bewegung kamen in der SA sogenannte Dienststellungsarmbinden auf, die streng nach dem militärischen Führer- und Gefolgschaftsprinzip gegliedert waren. Bekannteste Beispiele solcher Dienstellungsarmbinden bot die Münchner SA: Dort wurde für die Mannschaftsdienstgrade auf einer Hakenkreuzarmbinde zusätzlich noch im Hakenkreuzspiegel die Kompanie in Form einer kleinen Metallziffer angegeben, derweil die jeweiligen Kompanieführer durch einen zusätzlichen Rangstern („Rosette“) gekennzeichnet wurden, der unter der Komapanienummer aufgebracht wurde.

Der im Mai 1923 von Hitler initiierte Stoßtrupp „Adolf Hitler“, der im Wesentlichen seine persönliche Leibwache darstellte, verwendete Hakenkreuzarmbinden, an deren Rändern jeweils schwarze Streifen angebracht waren. Diese Variante der Hakenkreuzarmbinde wurde zwei Jahre später von der SS übernommen.

1925–1932/33 Bearbeiten

Nach der Wiederzulassung der SA als politische Kampforganisation der NSDAP wurde von dieser das Prinzip der Dienststellungsarmbinden wiederaufgenommen und ausgebaut. So bestanden innerhalb der SA (und der NSDAP) bis 1932/33 folgende Hakenkreuzarmbinden:

  • Sturmabteilungsmann: Rote Armbinde mit weißem Hakenkreuzspiegel und schwarzem Hakenkreuz. Ohne jegliche Zusatzabzeichen.
  • Zugführer: SA-Armbinde mit 2 × 100 mm breiten Silberstreifen in der Mitte der Armbinde.
  • Hundertschaftsführer: SA-Armbinde mit 3 × 100 mm breiten Silberstreifen in der Mitte.[29]
  • Regimentsführer: SA-Armbinde mit 4 × 100 mm breiten Silberstreifen in der Mitte.[29]
  • Gruppenführer: SA-Armbinde mit 1 × 100 mm breiter Goldstreifen in der Mitte.[29]
  • Reichs-SA-Führer: SA-Armbinde mit 3 × 100 mm breiten Goldstreifen in der Mitte, zuzüglich 2 × 1,5 mm breite Goldbiesen an den Rändern.[30]

1933–1945 Bearbeiten

Nach Einführung der Dienstgradspiegel und der Schulterschnüre verwendete die SA ausschließlich nur noch die Standardarmbinde der NSDAP.

Armbinde der SA-Reserve Bearbeiten

Die nach 1933 aufgestellten SA-Reseveeinheiten verwendeten die Standardausführung der SA-Armbinden, die jeweils um 2 × 100 mm breite Randstreifen aus Rips ergänzt wurden. Die SA-Reserve I wies weiße und die SA-Reserve II graue Randstreifen auf.[29]

Armbinden der SS Bearbeiten

1926–1933 Bearbeiten

Dienststellungsarmbinden der SS (1926–1930)

Dienststellungsarmbinden der SS (1926–1930)

SS-Armbinde, offiziell Kampfbinde der SS oder Sturmbinde der SS, offizieller Bestandteil der SS-Uniform, die am linken Oberarm getragen wurde.

Per Tradition führte sich die SS-Armbinde auf die Hakenkreuzarmbinde des Stoßtrupps „Adolf Hitler“ zurück. Die am 1. April 1925 aufgestellte Schutzstaffel übernahm das in der SA geführte Dienstgradsystem, da es von der Reichsführung der NSDAP vorgesehen war, sie am 1. November 1926 offiziell der Obersten SA-Führung zu unterstellen. Daher führte die SS auch Dienststellungsarmbinden, die sich stilistisch eng an jenen anlehnten, die in der SA geführt wurden:

  • Schutzstaffelmann: Rote Armbinde mit weißem Hakenkreuzspiegel und schwarzem Hakenkreuz. Abweichend von der SA-Armbinde 2 × 100 mm breite schwarze Randstreifen aus Rips.[31]
  • Stellvertretender örtlicher SS-Führer: SS-Armbinde mit 1 × 100 mm breiten Silberstreifen in der Mitte.[31]
  • Örtlicher SS-Führer („Staffelführer“): SS-Armbinde mit 1 × 100 mm breiten Goldstreifen in der Mitte.[31]
  • Stellvertretender Gau-SS-Führer: SS-Armbinde mit 2 × 100 mm breiten Silberstreifen in der Mitte.[31]
  • SS-Gau-Führer („Oberführer“): SS-Armbinde mit 2 × 100 mm breiten Goldstreifen in der Mitte.[31]
  • Stellvertretender Reichsstaffelführer: SS-Armbinde mit 3 × 100 mm breiten Silberstreifen in der Mitte.[31]
  • Reichsstaffelführer in der Obersten SA-Führung („Reichsführer-SS“): SS-Armbinde mit 3 × 100 mm breiten Goldstreifen in der Mitte.[31]

1933–1945 Bearbeiten

Armbinde der SS

Standardarmbinde der Gesamt-SS

Nach der Umstellung des SS-Dienstgradsystems, das sich erneut eng an dem der SA orientierte, fielen die alten Dienststellungsarmbinden weg und standardmäßig wurde nur noch die Hakenkreuzarmbinde mit den schwarzen Randstreifen verwendet. Kurzfristig experimentierte die Reichsführung-SS mit farbigen Randstreifen, die die jeweilige Heimatregion der betroffenen SS-Staffel darstellen sollten. Doch setzte sich letztendlich dieses System nicht in der SS durch, sodass die schwarzen Randstreifen Standard blieben.

Armbinde der SS-Reserve und der Stammabteilungen Bearbeiten

Die aufgestellten SS-Reseveeinheiten verwendeten die SS-Armbinden, die anstelle der schwarzen gleich breite weiße Randstreifen trugen. Die nach 1933 aufgestellten SS-Stammabteilungen verwendeten die SS-Armbinden, die graue Randstreifen aufwiesen.

Armbinden der Politischen Leiter der NSDAP Bearbeiten

1932–1937 Bearbeiten

Armbinde der Politischen Leiter der NSDAP, offizielle Bezeichnung jener Armbinde, die per Dienstanweisung am 1. März 1932 zur Kennzeichnung „politischer Führer“ innerhalb der Partei eingeführt wurde.

Basis dieser Armbinde stellte die in der NSDAP verwendete Hakenkreuzarmbinde dar:

Zwischen 1932 und 1934 wurden für die zahlreichen NSDAP-Abgeordneten in den Länderparlamenten und des Deutschen Reichstages, aber auch für NSDAP-Angehörige in den Gemeindeverwaltungen eigenständige Dienststellungsarmbinden eingeführt, die sich an den Armbinden der Politischen Leiter orientierten, aber im Zuge der nationalsozialistischen Gleichschaltung wieder aufgegeben wurden:

  • Abgeordnete der NSDAP im Reichstag, Nationalrat, Bundestag oder im Landtag: Karmesinrote Hakenkreuzarmbinde mit 2 × 10 mm breiten Goldstreifen in der Mitte der Armbinde.
  • Fraktionsführer der NSDAP in diesen: wie oben beschrieben und zusätzlichem Rangstern im Zentrum des Hakenkreuzes.
  • Gemeinderäte der NSDAP, NSDAP-Abgehörige in den Gemeindevorständen: Karmesinrote Hakenkreuzarmbinden mit 1 × 10 mm breiten Goldstreifen in der Mitte der Armbinde.
  • Fraktionsführer der NSDAP in diesen: oben beschriebene Armbinde mit zusätzlichem Rangstern im Zentrum des Hakenkreuzes.

Besonderheiten waren, dass Amtswalter der NSDAP („Amtsleiter-Stellvertreter“) sowie die Leiter von Nebenstellen der Abt. I bis VIII im Rang eines Amtsleiters der nächst niederen Dienststelle und Sprengelleiter der NSDAP im Rang eines Ortsgruppenleiters standen, sofern diesen Sprengel der Ortsgruppencharakter verliehen wurde. Ansonsten waren diese der Rangstufe des Zellenleiters gleichgestellt.

Redner, die soweit nicht als Politische Leiter, Amtsleiter oder Mandatsträger höher gestellt waren, standen allgemein im Rang eines Bezirkamtsleiters und Inhaber mehrer Parteiämter trugen die Abzeichen des höchsten von ihnen ausgeübten Amtes.

1938–1945 Bearbeiten

Im Zuge der Trennung zwischen Dienstgrad- und Dienststellung kam es bei den Politischen Leitern zur Einführung neuer Dienstgrad- und Dienststellungsabzeichen. Erstere wurden als Dienstgradspiegel am Kragen, zweite auf der Hakenkreuzarmbinde getragen.[32]
Davor war es während der Gleichschaltung von Staat, Partei und Gesellschaft zur territorialen Gliederung der Politischen Leiter gekommen, die nicht nur bei der NSDAP als solcher, sondern auch innerhalb der Kampforganisationen und angeschlossenen Verbände bestanden.

Politische Leiter der NSDAP gab es in allen Bereichen des politischen, gesellschaftlichen und beruflichen Lebens. So waren sie in der Zelle, im Block und im Betrieb, in der Ortsgruppe, im Kreis und im Gau, aber auch überregional im Reich eingesetzt. Es gab sie nicht nur in der NSDAP, der SA und SS sowie in der HJ, sondern auch im NSKK sowie im NSFK. Aber auch in der Deutschen Arbeitsfront und der Nationalsozialistischen Betriebszellenorganisation waren sie vertreten. Allen Politischen Leitern gemeinsam war, dass sie die Partei als solches repräsentierten und nicht die jeweilige Gliederung oder angeschlossenen Verband vertraten.

Wie erwähnt wurden die neuen Dienststellungsabzeichen auf der Hakenkreuzarmbinde getragen, deren Grundmuster immer gleich war. Lediglich die Grundfarbe der Armbinde variierte: Die Grundfarbe in der Ortsgruppe war rot, in der Kreis- und Gauleitung hochrot, derweil die Reichsleitung karmesinrot verwendete. Die Ränder wurden durch farbige Paspelierung abgeschlossen, die in der Ortsgruppe hellblau, in der Kreisleitung weiß und Gauleitung weinrot war. Die Reichsleitung verwendete goldfarbene Paspelierung.
Die eigentlichen Dienststellungsabzeichen wurden aus goldfarbenen Biesen und goldfarbenen Eichenlaublitzen („Eichenlaubtresse“) in Cellonausführung dargestellt, zu denen gegebenenfalls noch ein goldfarbener Rangstern mit integrierten Hoheitszeichen trat. In korrekter Aufführung zeigen die Spitzen der Eichenlaublitzen stets nach oben.
Die nachfolgenden Beschreibungen der Armbinden der Politischen Leiter in der Ortsgruppe, in der Kreis- und Gauleitung sowie die Armbinden der Politischen Leiter in der Reichsführung folgen den Beschreibungen des Organisationsbuches der NSDAP, Jahrgang 1943, 7. Auflage, Darstellungen S. 28 a bis 28 c.

Dienststellungsabzeichen in der NSDAP-Reichsleitung Bearbeiten

  • Politischer-Leiter-Anwärter: Hakenkreuzarmbinde für Politische Leiter in der Reichsleitung, das heißt, karmesinrote Armbinde mit goldener Paspelierung.
  • Sonderbeauftrager der NSDAP: Hakenkreuzarmbinde für Politische Leiter in der Reichsleitung zuzüglich Hakenkreuzspiegel und Hakenkreuz mit Goldpaspelierung.
  • Mitarbeiter, Leiter eines Hilfsfachgebietes oder eines Sachgebietes: Hakenkreuzarmbinde für Politische Leiter in der Reichsleitung zuzüglich je 1 × 1 mm breite Goldbiese an den Rändern sowie Hakenkreuzspiegel und Hakenkreuz mit Goldpaspelierung.
  • Leiter einer Hilfsstelle: Hakenkreuzarmbinde für Politische Leiter in der Reichsleitung zuzüglich je 1 × 3 mm breite Goldbiese an den Rändern sowie Hakenkreuzspiegel und Hakenkreuz mit Goldpaspelierung.
  • Leiter einer Stelle: Hakenkreuzarmbinde für Politische Leiter in der Reichsleitung zuzüglich je 1 × 7 mm breite Eichenlaublitze in Gold an den Rändern sowie Hakenkreuzspiegel und Hakenkreuz in Goldpaspelierung.
  • Leiter einer Hauptstelle: Hakenkreuzarmbinde für Politische Leiter in der Reichsleitung zuzüglich je 1 × 7 mm breite Eichenlaublitze in Gold an den Rändern, die jeweils mit 2 × 1 mm breite Goldbiese eingefasst sind. Hakenkreuzspiegel und Hakenkreuz mit Goldpaspelierung.
  • Leiter eines Amtes: Hakenkreuzarmbinde für Politische Leiter in der Reichsleitung zuzüglich je 1 × 16 mm breiten Eichenlaublitze an den Rändern sowie Hakenkreuzspiegel und Hakenkreuz in Goldpaspelierung.
  • Leites eines Hauptamtes: Hakenkreuzarmbinde für Politische Leiter in der Reichsleitung zuzüglich je 1 × 16 mm breite Eichenlaublitze an den Rändern, die je von 1 × 1,5 cm breiter Goldbiese einfasst sind. Hakenkreuzspiegel und Hakenkreuz in Goldpaspelierung.
  • Leiter eines Oberamtes: Hakenkreuzarmbinde für Politische Leiter in der Reichsleitung zuzüglich je 1 × 22 mm breite Eichenlaublitze in Gold an den Rändern, die jeweils von je 1 × 1,5 cm breite Goldbiese eingefasst sind. Hakenkreuzspiegel und Hakenkreuz mit Goldpaspelierung.
  • Reichsleiter der NSDAP: Hakenkreuzarmbinde für Politische Leiter in der Gauleitung zuzüglich 1 × 34 mm breite Eichenlaublitze in Gold an den Rändern der Armbunde, die jeweils von je 1 × 3 mm breite Goldbiese einfasst ist. Hakenkreuzspiegel und Hakenkreuz mit Goldpaspelierung. Im Zentrum des Hakenkreuzes 1 × goldener Rangstern.

Dienststellungsabzeichen in der NSDAP-Gauleitung Bearbeiten

  • Politischer-Leiter-Anwärter: Hakenkreuzarmbinde für Politische Leiter in der Gauleitung, das heißt, hochrote Armbinde mit weinroter Paspelierung.
  • Sonderbeauftrager der NSDAP: Hakenkreuzarmbinde für Politische Leiter in der Gauleitung zuzüglich Hakenkreuzspiegel und Hakenkreuz mit Goldpaspelierung.
  • Mitarbeiter, Leiter eines Hilfsfachgebietes oder eines Sachgebietes: Hakenkreuzarmbinde für Politische Leiter in der Gauleitung zuzüglich je 1 × 1 mm breite Goldbiese an den Rändern sowie Hakenkreuzspiegel und Hakenkreuz mit Goldpaspelierung.
  • Leiter einer Hilfsstelle: Hakenkreuzarmbinde für Politische Leiter in der Gauleitung zuzüglich je 1 × 3 mm breite Goldbiese an den Rändern sowie Hakenkreuzspiegel und Hakenkreuz mit Goldpaspelierung.
  • Leiter einer Stelle: Hakenkreuzarmbinde für Politische Leiter in der Gauleitung zuzüglich je 1 × 7 mm breite Eichenlaublitze in Gold an den Rändern sowie Hakenkreuzspiegel und Hakenkreuz in Goldpaspelierung.
  • Leiter einer Hauptstelle: Hakenkreuzarmbinde für Politische Leiter in der Gauleitung zuzüglich je 1 × 7 mm breite Eichenlaublitze in Gold an den Rändern, die jeweils mit 2 × 1 mm breite Goldbiese eingefasst sind. Hakenkreuzspiegel und Hakenkreuz mit Goldpaspelierung.
  • Leiter eines Amtes: Hakenkreuzarmbinde für Politische Leiter in der Gauleitung zuzüglich je 1 × 16 mm breiten Eichenlaublitze an den Rändern sowie Hakenkreuzspiegel und Hakenkreuz in Goldpaspelierung.
  • Leites eines Hauptamtes: Hakenkreuzarmbinde für Politische Leiter in der Gauleitung zuzüglich je 1 × 16 mm breite Eichenlaublitze an den Rändern, die je von 1 × 1,5 cm breiter Goldbiese einfasst sind. Hakenkreuzspiegel und Hakenkreuz in Goldpaspelierung.
  • Stellvertretender Gauleiter: Hakenkreuzarmbinde für Politische Leiter in der Gauleitung zuzüglich 1 × 20 mm breite Eichenlaublitze in Gold in der Mitte der Armbinde, die jeweils von je 1 × 3 mm breite Goldbiese einfasst sind. Ebenfalls an den Rändern je 1 × 2 mm breite Goldbiese. Hakenkreuzspiegel und Hakenkreuz in Goldpaspelierung. Im Zentrum des Hakenkreuzes 1 × goldener Rangstern.
  • Gauleiter der NSDAP: Hakenkreuzarmbinde für Politische Leiter in der Gauleitung zuzüglich 1 × 30 mm breite Eichenlaublitze in Gold in der Mitte der Armbinde, die jeweils von je 1 × 3 mm breite Goldbiese einfasst ist. Ebenfalls an den Rändern je 1 × 2 mm breite Goldbiese. Im Zentrum des Hakenkreuzes 1 × goldener Rangstern.

Dienststellungsabzeichen in der NSDAP-Kreisleitung Bearbeiten

  • Politischer-Leiter-Anwärter: Hakenkreuzarmbinde für Politische Leiter in der Kreisleitung, das heißt, hochrote Armbinde mit weißer Paspelierung.
  • Sonderbeauftrager der NSDAP: Hakenkreuzarmbinde für Politische Leiter in der Kreisleitung zuzüglich Hakenkreuzspiegel und Hakenkreuz mit Goldpaspelierung.
  • Mitarbeiter, Leiter eines Hilfsfachgebietes oder eines Sachgebietes: Hakenkreuzarmbinde für Politische Leiter in der Kreisleitung zuzüglich je 1 × 1 mm breite Goldbiese an den Rändern sowie Hakenkreuzspiegel und Hakenkreuz mit Goldpaspelierung.
  • Leiter einer Hilfsstelle: Hakenkreuzarmbinde für Politische Leiter in der Kreisleitung zuzüglich je 1 × 3 mm breite Goldbiese an den Rändern sowie Hakenkreuzspiegel und Hakenkreuz mit Goldpaspelierung.
  • Leiter einer Stelle: Hakenkreuzarmbinde für Politische Leiter in der Kreisleitung zuzüglich je 1 × 7 mm breite Eichenlaublitze in Gold an den Rändern sowie Hakenkreuzspiegel und Hakenkreuz in Goldpaspelierung.
  • Leiter einer Hauptstelle: Hakenkreuzarmbinde für Politische Leiter in der Kreisleitung zuzüglich je 1 × 7 mm breite Eichenlaublitze in Gold an den Rändern, die jeweils mit 2 × 1 mm breite Goldbiese eingefasst sind. Hakenkreuzspiegel und Hakenkreuz mit Goldpaspelierung.
  • Leiter eines Amtes: Hakenkreuzarmbinde für Politische Leiter in der Kreisleitung zuzüglich je 1 × 16 mm breiten Eichenlaublitze an den Rändern sowie Hakenkreuzspiegel und Hakenkreuz in Goldpaspelierung.
  • Leites eines Hauptamtes: Hakenkreuzarmbinde für Politische Leiter in der Kreisleitung zuzüglich je 1&nbsp:× 16 mm breite Eichenlaublitze an den Rändern, die je von 1 × 1,5 cm breiter Goldbiese einfasst sind. Hakenkreuzspiegel und Hakenkreuz in Goldpaspelierung.
  • Kreisleiter der NSDAP: Hakenkreuzarmbinde für Politische Leiter in der Kreisleitung zuzüglich 1 × 20 mm breite Eichenlaublitze in Gold in der Mitte der Armbinde, die jeweils von je 1 × 1 mm breite Goldbiese einfasst ist. Ebenfalls an den Rändern je 1 × 2 mm breite Goldbiese. Im Zentrum des Hakenkreuzes 1 × goldener Rangstern.

Dienststellungsabzeichen in der NSDAP-Ortsgruppe Bearbeiten

  • Politischer-Leiter-Anwärter: Hakenkreuzarmbinde für Politische Leiter in der Ortsgruppe, das heißt, rote Armbinde mit hellblauer Paspelierung.
  • Sonderbeauftrager der NSDAP: Hakenkreuzarmbinde für Politische Leiter in der Ortsgruppe zuzüglich Hakenkreuzspiegel und Hakenkreuz mit Goldpaspelierung.
  • Mitarbeiter, Leiter eines Hilfsfachgebietes oder eines Sachgebietes: Hakenkreuzarmbinde für Politische Leiter in der Ortsgruppe zuzüglich je 1 × 1 mm breite Goldbiese an den Rändern sowie Hakenkreuzspiegel und Hakenkreuz mit Goldpaspelierung.
  • Leiter einer Hilfsstelle, Blockwalter und Blockobmann: Hakenkreuzarmbinde für Politische Leiter in der Ortsgruppe zuzüglich je 1 × 3 mm breite Goldbiese an den Rändern sowie Hakenkreuzspiegel und Hakenkreuz mit Goldpaspelierung.
  • Leiter einer Stelle, Zellenverwalter und Zellenobmann: Hakenkreuzarmbinde für Politische Leiter in der Ortsgruppe zuzüglich je 1 × 7 mm breite Eichenlaublitze in Gold an den Rändern sowie Hakenkreuzspiegel und Hakenkreuz in Goldpaspelierung.
  • Leiter einer Hauptstelle: Hakenkreuzarmbinde für Politische Leiter in der Ortsgruppe zuzüglich je 1 × 7 mm breite Eichenlaublitze in Gold an den Rändern, die jeweils mit 2 × 1 mm breite Goldbiese eingefasst sind. Hakenkreuzspiegel und Hakenkreuz mit Goldpaspelierung.
  • Leiter eines Amtes: Hakenkreuzarmbinde für Politische Leiter in der Ortsgruppe zuzüglich je 1 × 16 mm breiten Eichenlaublitze an den Rändern sowie Hakenkreuzspiegel und Hakenkreuz in Goldpaspelierung.
  • Betriebsblockobmann: Hakenkreuzarmbinde für Politische Leiter in der Ortsgruppe zuzüglich 1 × 3 mm breite Goldbiese in der Mitte der Armbinde sowie Hakenkreuzspiegel und Hakenkreuz in Goldpaspelierung.
  • Betriebszellenobmann und Hauptbetriebzellenobmann: Hakenkreuzarmbinde für Politische Leiter in der Ortsgruppe zuzüglich 1 × 10 mm breite Eichenlaublitze in Gold in der Mitte der Armbinde, die jeweils von 1 × 1 mm breite Goldbiese eingefasst ist sowie Hakenkreuzspiegel und Hakenkreuz in Goldpaspelierung.
  • Blockhelfer und Betriebsobmann (A): Hakenkreuzarmbinde für Politische Leiter in der Ortsgruppe zuzüglich 1 × 3 mm breite Goldbiese in der Mitte der Armbinde sowie Hakenkreuzspiegel und Hakenkreuz in Goldpaspelierung. Im Zentrum des Hakenkreuzes 1 × goldener Rangstern. Diese Armbinde galt in Betrieben ohne Betriebsblock.
  • Blockleiter und Betriebsobman (B): Hakenkreuzarmbinde für Politische Leiter in der Ortsgruppe zuzüglich 1 × 10 mm breite Eichenlaublitze in Gold in der Mitte der Armbinde, die jeweils von je 1 × 1 mm breite Goldbiese eingefasst ist. Ebenfalls je 1 × 1 mm breite Goldbiese an den Rändern der Armbinde. Im Zentrum des Hakenkreuzes 1 × goldener Rangstern. Diese Armbinde galt in Betrieben mit Betriebsblocks.
  • Zellenleiter, Betriebsobman (C & D) und Hauptbetriebszellenobmann: Hakenkreuzarmbinde für Politische Leiter in der Ortsgruppe zuzüglich 1 × 13 mm breite Eichenlaublitze in Gold in der Mitte der Armbinde, die jeweils von je 1 × 1 mm breite Goldbiese eingefasst sind. Ebenfalls je 1 × 1 mm breite Goldbiese an den Rändern der Armbinde. Im Zentrum des Hakenkreuzes 1 × goldener Rangstern. Diese Armbinde galt in Betrieben mit Blocks und Zellen (C) sowie in Betrieben mit Hauptbetriebszellen (D).
  • Ortsgruppenleiter der NSDAP: Hakenkreuzarmbinde für Politische Leiter in der Ortsgruppe zuzüglich 1 × 16 mm breite Eichenlaublitze in Gold in der Mitte der Armbinde, die jeweils von je 1 × 1 mm breite Goldbiese einfasst ist. Ebenfalls an den Rändern je 1 × 1 mm breite Goldbiese. Im Zentrum des Hakenkreuzes 1 × goldener Rangstern.

Armbinde der NSDAP-Parteibereitschaft Bearbeiten

Mitglieder der NSDAP, die kurzfristig der Parteibereitschaft zugeteilt wurden, erhielten eine bedruckte Stoffausführung der Hakenkreuzarmbinde, deren Maße in etwa 44 bzw. 45 × 5 cm betrug und damit individuell anpassbar war. Diese trug in schwarz die Aufschrift „NSDAP-Parteibereitschaft[33], die gestempelt oder aufgedruckt sein konnte.

Armbinden der HJ Bearbeiten

HJ-Armbinde, offiziell Kampfbinde der HJ oder Sturmbinde der HJ, offizieller Bestandteil der HJ-Uniform, die am linken Oberarm getragen wurde.Die Hitlerjugend stellte die Jugendorganisation der NSDAP dar. Ihre Armbinde leitet sich von der 1922 eingeführten Armbinde des Jungsturms „Adolf Hitler“ ab, der den Träger dem politischen Gegner gegenüber als Minderjähriger auswies.

Das Design der Armbinde war rot-weiß-rot und wies in der Mitte der Armbinde einen rautenförmigen Hakenkreuzspiegel mit einem schwarzen Hakenkreuz auf; der Spiegel selbst lag auf einem schmalen weißen Streifen, der mittig angebracht und etwas schmaler als die beiden roten Streifen war.[34] Das Material bestand aus rotem Wollstoff in den Maßen 9 × 17,5 cm[35]. Gleich der SA, und den anderen NS-Organisationen, konnte das Breitenmaß auch 10,5 cm betragen.[34]

Nach dem Ausbau der HJ zur Massenorganisation wurde es produktionstechnisch notwendig, auf gedruckte Armbinden zurückzugreifen.

Armbinde HJ-Reserve Bearbeiten

Die HJ-Reserve verwendete die oben beschriebene HJ-Armbinde, an deren Rändern sich jeweils gleich breite graue Randstreifen befanden.

Armbinde des NS-Studentenbundes Bearbeiten

Armbinde des NSDStB, seit 1926 offizieller Bestandteil der NSDStB-Uniform, die am linken Oberarm getragen wurde.Der Nationalsozialistische Deutsche Studentenbund stellte die Akademische Jugend der NSDAP dar. Ihre Armbinde leitet sich von der 1922 eingeführten Armbinde des Jungsturms „Adolf Hitler“ ab. Durch ihre besondere Gestaltung wurde der politische Gegner darauf hingewiesen, dass es sich bei dem Träger dieser Armbinde um keinen Angehörigen der klassischen NS-Kampforganisationen handelte.

Das Design der Armbinde war rot und wies in Nähe der Ränder jeweils einen weißen Streifen auf. Mittig war ein rautenförmiger Hakenkreuzspiegel mit einem schwarzen Hakenkreuz aufgebracht, der über die weißen Streifen hinaus griff. Materialtechnisch war sie mit den Ausführungen der NSDAP-Armbinde identisch und wies auch dieselben Abmessungen auf; Hakenkreuzspiegel und die weißen Streifen waren separat auf der Armbinde aufgenäht.

NSKK-Armbinde Bearbeiten

NSKK-Armbinde, offiziell Kampfbinde des NSKK oder Sturmbinde des NSKK, offizieller Bestandteil der NSKK-Uniform, die am linken Oberarm getragen wurde. Das Nationalsozialistische Kraftfahrkorps ging aus der alten Motor-SA hervor. Daher entsprach diese Armbinde in allen Einzelheiten der SA-Armbinde, wie sie dort seit 1925 als politisches Symbol verwendet wurde.

Armbinde der NSKK-Reserve Bearbeiten

Aufgrund ihrer ehemaligen Zugehörigkeit zur SA verwendete die NSKK-Reserve Armbinden, die denen der SA-Reserve entsprach.

NSFK-Armbinde Bearbeiten

NSFK-Armbinde, offiziell Kampfbinde des NSFK oder Sturmbinde des NSFK, offizieller Bestandteil der NSFK-Uniform, die am linken Oberarm getragen wurde.Das Nationalsozialistische Fliegerkorps ging aus der alten Flieger-SA und -SS sowie deren Zusammenschluss mit einigen Fliegervereinen hervor. Daher entsprach diese Armbinde in allen Einzelheiten der SA-Armbinde, wie sie dort seit 1925 als politisches Symbol verwendet wurde.

Armbinde der NSFK-Reserve Bearbeiten

Aufgrund ihrer ehemaligen Zugehörigkeit zur SA verwendete die NSFK-Reserve Armbinden, die denen der SA-Reserve entsprach.

Armbinde der SA-Wehrsportgemeinschaften Bearbeiten

Armbinde der SA-Wehrsportgemeinschaften war die offizielle Bezeichnung jener Hakenkreuzarmbinde, wie sie in den 1939 de jure aufgestellten SA-Sportgemeinschaften zugedacht wurde. Ihr Design richtete sich nur bedingt an das der Armbinde der NSDAP. So war zwar die Grundfarbe der Armbinde rot und der Spiegel in Form einer Scheibe zwar weiß gehalten, doch in dessen Zentrum lag nicht (wie erwartet) das obligatorische Hakenkreuz, sondern das SA-Wehrabzeichen[36], welches entweder in grün oder ocker gehalten war.

Die Wehrsportgemeinschaften bildeten die Ausbildungs- und Weiterbildungseinheiten der SA-Wehrmannschaften.

Armbinde der SA-Wehrmannschaften Bearbeiten

Armbinde der SA-Wehrmannschaften war die offizielle Bezeichnung der Hakenkreuzarmbinde der NSDAP, die in den Anfang 1939 aufgestellten SA-Wehrmannschaften verwendet wurde. Diese Wehrmannschaften waren zwar organisatorisch und ausbildungstechnisch der Sturmabteilung zugeteilt worden, gehörten dieser jedoch juristisch nicht an. Dennoch verwendeten diese Wehrmannschaften die in der SA gebräuchlichen Dienstgradbezeichnungen und -abzeichen sowie die SA-Armbinde. Auch die Farbe ihrer Uniformen war in SA-Braun gehalten.

Da die Wehrmannschaften auch in die offizielle Heimatverteidigung einbezogen wurden, verlieh ihnen die offizielle NSDAP-Armbinde den international anerkannten Status von Kombattanten.

Armbinde des Reichsarbeitsdienstes Bearbeiten

Armbinde des Reichsarbeitsdienstes war die offizielle Bezeichnung der im Deutschen Reichsarbeitsdienst (RAD) verwendeten Armbinde der NSDAP. Sie entsprach in Ausführung und Größe der in der SA verwendeten Armbinde.

Armbinde der Organisation Todt Bearbeiten

Bundesarchiv Bild 146-1979-026-22, Adolf Hitler verleiht Albert Speer Fritz-Todt-Ring

Adolf Hitler verleiht Albert Speer den „Fritz-Todt-Ring“

Armbinde der Organisation Todt war die offizielle Bezeichnung der in der Organisation Todt verwendeten Armbinde der NSDAP. Sie entsprach in Ausführung und Größe der in der SA verwendeten Armbinde. Abweichend davon wurde oberhalb des oberen Randes der Armbinde ein weißer oder grauer Ärmelstreifen getragen, der die schwarze Inschrift „Org. Todt“ enthielt.

Galerie verschiedener Hakenkreuzarmbinden Bearbeiten

Literatur Bearbeiten

Fußnoten Bearbeiten

  1. Michael E. Holzmann: Die österreichische SA und ihre Illusion von „Großdeutschland“, Bd. I, S. 150.
  2. Brian L. Davis, Ian Westwell: Deutsche Uniformen und Abzeichen 1933–1945, Abbildungen auf S. 73, 95, 108 und 113.
  3. 3,0 3,1 Brian L. Davis, Ian Westwell: Deutsche Uniformen und Abszeichen 1933–1945, S. 14.
  4. Paul Bruppacher: Adolf Hitler und die Geschichte der NSDAP, Teil I: 1889–1937, S. 81.
  5. Brian L. Davis, Ian Westwell: Deutsche Uniformen und Abzeichen 1933–1945, S. 15.
  6. Brian L. Davis, Ian Westwell: Deutsche Uniformen und Abzeichen 1933–1945, S. 7–8.
  7. Brian L. Davis, Ian Westwell: Deutsche Uniformen und Abzeichen 1933–1945, S. 66.
  8. Brian L. Davis, Ian Westwell: Deutsche Uniformen und Abzeichen 1933–1945, S. 68.
  9. Brian L. Davis, Ian Westwell: Deutsche Uniformen und Abzeichen 1933–1945, S. 70 – 71.
  10. Brian L. Davis, Ian Westwell: Deutsche Uniformen und Abzeichen 1933–1945, S. 94 – 96.
  11. Brian L. Davis, Ian Westwell: Deutsche Uniformen und Abzeichen 1933–1945, S. 98.
  12. Brian L. Davis, Ian Westwell: Deutsche Uniformen und Abzeichen 1933–1945, S. 101.
  13. Brian L. Davis, Ian Westwell: Deutsche Uniformen und Abzeichen 1933–1945, S. 102.
  14. Brian L. Davis, Ian Westwell: Deutsche Uniformen und Abzeichen 1933–1945, S. 104.
  15. Brian L. Davis, Ian Westwell: Deutsche Uniformen und Abzeichen 1933–1945, S. 105 – 106.
  16. Brian L. Davis, Ian Westwell: Deutsche Uniformen und Abzeichen 1933–1945, S. 108 – 109.
  17. Brian L. Davis, Ian Westwell: Deutsche Uniformen und Abzeichen 1933–1945, S. 111.
  18. Brian L. Davis, Ian Westwell: Deutsche Uniformen und Abzeichen 1933–1945, S. 113.
  19. Brian L. Davis, Ian Westwell: Deutsche Uniformen und Abzeichen 1933–1945, S. 114 – 115.
  20. Brian L. Davis, Ian Westwell: Deutsche Uniformen und Abzeichen 1933–1945, S. 123.
  21. Brian L. Davis, Ian Westwell: Deutsche Uniformen und Abzeichen 1933–1945, S. 125.
  22. Brian L. Davis, Ian Westwell: Deutsche Uniformen und Abzeichen 1933–1945, S. 146.
  23. Brian L. Davis, Ian Westwell: Deutsche Uniformen und Abzeichen 1933–1945, S. 148.
  24. Brian L. Davis, Ian Westwell: Deutsche Uniformen und Abzeichen 1933–1945, S. 131.
  25. Brian L. Davis, Ian Westwell: Deutsche Uniformen und Abzeichen 1933–1945, S. 133.
  26. Brian L. Davis, Ian Westwell: Deutsche Uniformen und Abzeichen 1933–1945, S. 137.
  27. Brian L. Davis, Ian Westwell: Deutsche Uniformen und Abzeichen 1933–1945, S. 139.
  28. Brian L. Davis, Ian Westwell: Deutsche Uniformen und Abzeichen 1933–1945, S. 170–171.
  29. 29,0 29,1 29,2 29,3 Brian L. Davis, Ian Westwell: Deutsche Uniformen und Abzeichen 1940–1945, S. 95.
  30. Peter Longerich: Die braunen Bataillone, Bildtafel S. 19; Brian L. Davis: Uniformen und Abzeichen der Luftwaffe 1940–1945, Kapitel: „Hermann Göring und seine Uniformen“, Bilder S. 262 und 265.; David Littlejohn: The SA 1925–45, Bild S. 9.
  31. 31,0 31,1 31,2 31,3 31,4 31,5 31,6 DU-RLSS-26: Richtlinien zur Aufstellung von „Schutzstaffeln“ der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiter-Partei vom 26. August 1926.
  32. Der Reichsorganisationsleiter der NSDAP (Hrsg.): Organisationsbuch der NSDAP, Jahrgang 1943, 7. Auflage, S. 27.
  33. Brian L. Davis, Ian Westwell: Deutsche Uniformen und Abzeichen 1933–1945, S. 115.
  34. 34,0 34,1 Dieter Deuster: Deutsche Polizei-Uniformen 1936–1945, S. 276.
  35. Mehlis Auktionen: Armbinde HJ für das Braunhemd, gedruckte Ausführung, Alters- und Tragespuren, Maße ca. 9 × 17,5 cm., Katalog-Nr. 720, abgerufen am 30. September 2018.
  36. Brian L. Davis, Ian Westwell: Deutsche Uniformen und Abzeichen 1933–1945, S. 95.
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